Höchste Weihe für Böblinger IBM-Experten

Andreas Bieswanger vom IBM-Forschungslabor auf dem Rauhen Kapf wird in den erlauchten Kreis der IBM Fellows aufgenommen

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    Andreas Bieswanger Foto: Unternehmen

Nur wenigen IBM-Mitarbeitern ist es vergönnt, zu sogenannten Fellows ernannt zu werden. Andreas Bieswanger vom Böblinger IBM-Labor ist es gelungen. Er gehört zu einem der 305 Auserwählten im weltweiten IBM-Kosmos. Geschafft hat er dies durch seine Arbeit an Großrechnern.

Artikel vom 19. April 2020 - 19:12

BÖBLINGEN (red). Seit 1962 wählt IBM jährlich einige wenige seiner Wissenschaftler, Ingenieure und Programmierer aus und ernennt sie zu IBM Fellows. Über die letzten 57 Jahre wurden so 305 Experten ernannt, von denen aktuell knapp 100 noch im Unternehmen arbeiten. Angesichts der aktuell 350 000 Mitarbeiter eine sehr kleine Zahl von echten Topleuten, zu denen in der Vergangenheit auch Nobelpreisträger wie Gerd Binning und Georg Bednorz, die das Rastertunnelmikroskop erfunden haben, gehörten. IBM Fellows haben Programmiersprachen erfunden, mathematische Modelle entwickelt oder eben auch die Festplatte zur Serienreife gebracht, die heute noch in den meisten Rechnern zum Einsatz kommt, heißt es in einer Pressemitteilung

2020 wurden 12 neue IBM Fellows ernannt - darunter Andreas Bieswanger aus dem deutschen IBM Forschungs- und Entwicklungszentrum in Böblingen.

Viele Kernkomponenten der IBM-Großrechner aus Böblingen

Andreas Bieswanger hat in den vergangenen Jahren maßgeblich zum Erfolg des IBM Mainframes (Großrechners) beigetragen, für den in Böblingen einige Kernkomponenten entwickelt werden. Diese Rechner kommen weltweit in Rechenzentren überall dort zum Einsatz, wo bei hohen Datendurchsatz vor allem die Sicherheit und Verfügbarkeit der Hardware im Vordergrund steht - klassischerweise bei Banken, Versicherungen, Fluglinien und zunehmend überall dort, wo Anwendungen in die Cloud verlagert werden.

Ein anderer Punkt war das Thema Energie-Management für diese Rechnerarchitekturen: In den letzten Jahren ist es zunehmend zu einem wichtigen Entscheidungskriterium geworden, wenn es darum geht, Energiekosten einzusparen und auch nachhaltig die eigene IT-Infrastruktur zu betreiben. Das klingt alles sehr nachvollziehbar und einfach, aber Andreas Bieswanger bringt es auf den Punkt: "Die Dinge einfach zu machen und aussehen zu lassen, ist ein wirklich harter Job."