Neue Hütte für den Schulgarten

Landschaftsgärtner-Azubis von Langner Freianlagen packen an der Theodor-Heuss-Werkrealschule in Böblingen mit an

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    Es geht voran mit dem Bau der Gartenhütte: Die Azubis Daniel Konarski und Jannis Nasser (rechts) freuen sich mit Ursula Lausterer und den Schülern

Zuletzt hat der Schulgarten der Böblinger Theodor-Heuss-Werkrealschule eine Auszeichnung bekommen. Jetzt ging zudem ein langgehegter Wunsch der beiden betreuenden Lehrerinnen Karin Brinker und Ursula Lausterer in Erfüllung: Endlich können sie die Gartenutensilien in einer Hütte aufräumen.

Artikel vom 02. August 2019 - 17:54

BÖBLINGEN (red). Bereits im Herbst 2018 wurde mit den Erlösen aus dem Verkauf von Schulgartenprodukten ein Gartenhütten-Bausatz erstanden. Doch es fehlte an Knowhow und den notwendigen Geräten, um der Hütte ein Fundament zu geben und sie aufzubauen. Schließlich soll das Gartenhaus lange stehen bleiben.

Durch die Teilnahme an der Schulgarteninitiative "Gärtnern macht Schule" 2018/19 bekam die Schule in diesem Sommer Kontakt zu Gartenprofi Tobias Langner. Für den Aidlinger Garten- und Landschaftsbau-Unternehmer und Vorsitzenden der Region Stuttgart im Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg stand schnell fest: "Die Schule braucht fachliche Unterstützung von uns Landschaftsgärtnern."

Den Worten ließ er Taten folgen - und so rückte knapp zwei Wochen vor den Schulferien seine Azubis Jannis Nasser und Daniel Konarski mit dem Bagger an. Der Untergrund wurde ausgehoben, verdichtet, Schotter und Splitt eingebracht und dann mit Platten abgedeckt. Der anschließende Aufbau des Gartenhauses erwies sich dann als knifflige Aufgabe, da sich das Holz durch die lange Lagerung verzogen hatte. "Das Projekt hat mich wirklich weitergebracht, weil ich von Daniel, der bereits Erfahrung im Holzbau hatte, einiges lernen konnte," berichtete Jannis Nasser. Für ihn war es gut, von Anfang an dabei zu sein und sich eigenverantwortlich im Azubiteam zu organisieren.

Restlicher Splitt wird als Grundlage für einen Weg genutzt

Während für die beiden Lehrerinnen mit der ordentlich aufgeräumten Gartenhütte inklusive Urkunde vom Schulgartenwettbewerb ein Wunschtraum in Erfüllung ging, stand bei den Schülern in der letzten Schulwoche die Arbeit mit der Schubkarre hoch im Kurs. Mit Begeisterung wurde die für das Fundament ausgehobene Erde geschaufelt und mit Hilfe der neuen Schubkarre an anderer Stelle verteilt. Splitt, der vom Fundamentbau übrigblieb, wurde als Grundlage für einen Plattenweg zur neuen Hütte verteilt. "Hauptsache, die Schubkarre war im Einsatz. Von wegen, es passiert in den letzten Wochen vor den Ferien nichts mehr in der Schule!", freute sich Karin Brinker über den Tatendrang ihrer Schüler.

Für Jannis Nasser war es interessant, mit der Werkrealschule eine andere Schulform kennenzulernen - es selbst hat vor der Ausbildung als Landschaftsgärtner Abitur gemacht. Möglicherweise findet sich mal wieder ein weiteres Projekt, bei dem Azubis und Schüler ihre direkten Kontakte ausbauen können. Eine echte Win-Win-Situation: Die Schulgartenarbeit fördert das Verständnis für die Natur und Teamarbeit bei den Schülern. Der Spaß an einer praktischen Tätigkeit an der frischen Luft und der Umgang mit Pflanzen, Steinen und Technik könnte aber auch das Interesse am Beruf Landschaftsgärtner wecken. "Engagierte Fachkräfte haben im Garten- und Landschaftsbau jedenfalls hervorragende Perspektiven", so Tobias Langner.