Wörwag lässt die Bagger anrollen

An der Flugfeld-Allee beginnt der Böblinger Pharmahersteller mit den Bauarbeiten für die neue Firmenzentrale

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    In Familienhand: Monika und Fritz Wörwag (4. und 5.v.l.) griffen gemeinsam mit Architekt, Bauunternehmen sowie Offiziellen zum Spaten Foto: Stefanie Schlecht

Mit dem Spatenstich auf dem Baugelände an der Flugfeld-Allee 24 hat das Familienunternehmen Wörwag Pharma offiziell den Baubeginn für sein neues Firmengebäude gefeiert. Mit dabei waren auch viele Mitarbeiter sowie die lokale Prominenz.

Artikel vom 31. Juli 2019 - 17:42

BÖBLINGEN (red/jps). An einem der heißesten Tage des Jahres und zudem zur heißesten Tageszeit ließ der Böblinger Pharmahersteller Wörwag zuletzt die Spaten in die Erde gleiten. Wer sich der kleinen Zeremonie näherte, sah sich trotzdem einer Schar von Regenschirmen gegenüber. Die allerdings dienten dem Schutz vor der sengenden Sonne. In zwei Jahren dürfte an diesem Fleckchen Erde in der Nähe der Harfenbrücke mehr Schatten herrschen: Da soll die neue Wörwag-Firmenzentrale fertig sein. Den Baubeginn feierte Geschäftsführerin Monika Wörwag gemeinsam mit Architekten, Offiziellen und ihrem Vater Fritz, der das Unternehmen im Jahr 1971 in Stuttgart als Apotheker gegründet hat.

Mit zum Spaten griffen auch Vertreter von Willwersch Architekten aus Stuttgart, deren Mitarbeiter Alexander Saul die Fassade entworfen hat. Außerdem die Geschäftsführer des Bauunternehmens Rommel, die das Gebäude errichten werden. Die neue Firmenzentrale mit einer Bruttogeschossfläche von über 13 000 Quadratmetern, davon oberirdisch 7600 Quadratmeter, soll 2021 bezugsfertig sein. Im ersten Bauabschnitt wird ein Bürogebäude für maximal 350 Mitarbeiter errichtet. Das Grundstück bietet insgesamt Platz für zwei Bauabschnitte und bis zu 700 Mitarbeiter. Das Unternehmen will sich eine entsprechende Erweiterung offenhalten.

Der Neubau umfasst einen repräsentativen Eingangsbereich mit Bistro, einen Konferenzbereich, Teambüros, Ruhe- und Loungebereiche, Duschen sowie eine Tiefgarage mit ausreichend Parkplätzen, Fahrradparkplätzen und Akkuladestationen. Eine Heiz-Kühldecke mit Lüftung soll ein angenehmes Arbeitsklima erzeugen.

Monika Wörwag: "Als Arbeitgeber möchten wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern moderne Arbeitsplätze mit dem neuesten Stand der Technik und zugleich einer angenehmen, kommunikativen Arbeitsatmosphäre zur Verfügung stellen. Mit dem Bau der eigenen Firmenzentrale hier in Böblingen bekennt sich unsere Familie bewusst zum Standort Böblingen. Wir sind stolz darauf, ein verlässlicher und wirtschaftlich starker Partner in der Region zu sein."

Stand heute arbeiten rund 200 Mitarbeiter in der Böblinger Zentrale, die sich momentan noch in der Calwer Straße befindet. Dazu kommen 60 Außendienstmitarbeiter in Deutschland sowie 650 Mitarbeiter im internationalen Geschäft in rund 35 Ländern. Der Schwerpunkt der ausländischen Firmentätigkeit liegt in Osteuropa, derzeit expandiert Wörwag aber auch nach Südamerika.

Geschäft entwickelt sich positiv

Zwar gibt Wörwag keine Zahlen zum Gewinn heraus, doch die Sprünge beim Umsatz lassen auf eine erfolgreiche Entwicklung in den vergangenen Jahren schließen. Der Umsatz lag 2018 insgesamt bei 211,1 Millionen Euro, nach 201,3 Millionen im Vorjahr. Als Tochter des Gründers Fritz Wörwag führt Monika Wörwag die Geschäfte gemeinsam mit Gerhard Mayer.

Wörwag hat sich auf die Entwicklung und den Vertrieb von sogenannten Biofaktoren und Generika spezialisiert. Unter Biofaktoren versteht der Pharmahersteller Ergänzungsprodukte auf natürlicher Basis. Bestseller ist das Präparat B12 Ankermann, das nach Wörwag-Angaben "höchst dosierte Vitamin-B12-Präparat auf dem Markt".