Die eigene Bergquelle in der Küche

Messe Consenio: Aqualogik stellt Wasseraufbereitungsanlagen her - Gründer Jörg Schlisske erzählt, warum Trinkwasser gefiltert werden sollte

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    Aqualogik-Gründer Jörg Schlisske (l.) mit Ex-Fußballer Hansi Müller Foto: red

Seit einem Jahrzehnt ist Aqualogik für seine Wasseraufbereitungsanlagen bekannt. Das Unternehmen aus Löchgau bei Ludwigsburg nimmt an der Messe Consenio teil, die Ende März im Böblinger Sparkassenforum stattfindet. Gründer Jörg Schlisske stellt sein Produkt im Interview vor.

Artikel vom 13. März 2019 - 15:00

Herr Schlisske, Sie beschäftigen sich mit dem Thema Trinkwasser. Wie sind Sie dazu gekommen?

lch war mehr als l5 Jahre lang Journalist und bin erst durch die Krankheit in der Familie auf die Wichtigkeit von sauberem und unbelastetem Wasser auf dieses Thema gestoßen.

Kamen Sie da selber drauf, dass es eventuell am Wasser liegen könnte?

Nein, nicht wirklich. Ein Arzt brachte uns auf die ldee, Wasser zu filtern. Die ersten fünf Arzte fanden keine Erklärung für das dauernde Unwohlsein und für die Magen-Darm-Beschwerden, Knochenschmerzen und so weiter. Und der besagte Arzt sagte damals zu uns: ,,Filtern Sie Ihr Leitungswasser und nehmen dieses für Ihre gesamte Ernährung." Das haben wir dann getan und drei Monate später war alles so, als ob die Beschwerden nie da waren.

Das war der Anlass, sich mit dem Thema zu beschäftigen?

Ja. Zuerst recherchierte ich über das Trinkwasser in Deutschland und entdeckte, dass wohl nicht alles unbedingt so sauber ist, wie man uns als Verbraucher gerne weismachen möchte.

Aber unser Trinkwasser ist doch das beste geprüfte Lebensmittel, das wir haben.

Der Satz suggeriert Qualität, hat aber damit überhaupt nichts zu tun. Das meist geprüfte Lebensmittel, das wir haben, bedeutet nichts anderes, als dass die anderen Dinge weniger kontrolliert werden. Das sind übrigens nur 43 Inhaltsstoffe.

Das ist doch schon was.

Ja, aber nur wenn man nicht weiß, dass die Wissenschaft die Höhe der unerwünschten Begleitstoffe auf 1500 bis über 100 000 schätzt. In einem Glas Wasser wohl bemerkt. Da sind 43 nicht wirklich viel. Mineralwasser wird nur auf 16 Stoffe geprüft.

Aber die Trinkwasserverordnung soll uns doch schützen?

Ja, das tut sie auch, Es kommt nur darauf an, auf was. Die Trinkwasserverordnung unterliegt dem sogenannten lnfektionsschutzgesetz, das besagt, dass das Wasser uns Verbraucher nur keim- und bakterienfrei zur Verfügung gestellt werden muss. Also hygienisch gesehen ist es bestimmt sehr gut, wahrscheinlich weltweit mit führend. Das Problem liegt eher im Chemiebereich. Zum Beispiel landwirtschaftliche Rückstände, Schwermetalle, auch Hormon- und Arzneimittelrückstände, bei denen es bis heute keinerlei Grenzwerte oder Richtwerte gibt. Diese Stoffe sind von den Wasserwerken so gut wie nicht herausfilterbar, da diese zu grob filtern. Und dann sind nahezu alle Grenzwerte in den letzten Jahren einfach nach oben gesetzt worden, um uns in manchen Bereichen Wasser überhaupt noch als Trinkwasser verkaufen zu können.

Wie möchte da Aqualogik weiterhelfen?

Wir sind einer der wenigen Hersteller für Wasserfilteranlagen in Deutschland. Wir bedienen uns da der Technik der Umkehrosmose. Ein NASA-Patent, dessen Herzstück eine Membrane ist, deren Poren so klein sind, dass nahezu nur die Wasser- und Sauerstoffmoleküle hindurchpassen. Das bedeutet wir reinigen ohne Chemie und ohne Energie. Das Ergebnis ist ein kristallklares, herrlich weiches und vor allem sauberes Wasser. Sie haben praktisch eine eigene Bergquelle in ihrer Küche. Auch die Lebensmittelindustrie benutzt diese Technik, um sauberes Wasser zu erhalten. Der nette Nebeneffekt: Mühsames Kistenschleppen können Sie sich da durch sparen.