Von der Vision zur Realität

Eisenmann baut E-Auto-Lackiererei mit neuer Fördertechnik im chinesischen Shaoxing

  • img
    Autoproduktion im 21. Jahrhundert: Das Böblinger Unternehmen Eisenmann hat den Anlagenbau weit entwickelt Foto: Eisenmann

Eisenmann baut in China eine Lackiererei für Zhejiang DEARCC. Das chinesische Elektro-Auto-Startup setzt auf modernste Produktionstechnik und bestellte bei dem Böblinger Unternehmen eine Anlage, deren Prozessschritte mit der neuen Fördertechnik Vario-Loc verbunden sind.

Artikel vom 02. Januar 2019 - 18:12

BÖBLINGEN/SHAOXING (red). Das Projekt wird in Rekordzeit umgesetzt. Nach Auftragserteilung im Sommer 2018 beginnt aktuell die Installation der Anlage. Die ersten Elektrofahrzeuge sollen bereits Ende 2019 vom Band rollen. Das schreibt Eisenmann in einer Pressemitteilung.

Das Herz der flexiblen, smarten und hocheffizienten Automobillackieranlage bei DEARCC bildet das modulare Karossenfördersystem Vario-Loc, das ohne Skids auskommt. Durch den Wegfall der schweren Schlitten (Skids) revolutioniert es den Transport der Karossen in der Lackiererei. Stattdessen werden sie mit Einzelfahrzeugen (Locs) auf einer am Boden installierten Schiene bewegt. Der Wegfall der Skids ist die Grundlage hoher Flexibilität hinsichtlich wechselnder Taktzeiten, Durchsätze, Kapazitäten und Fahrzeugarchitekturen.

Elektro-SUV von Enovate

In Shaoxing wird DEARCC unter dem Dach seiner Premium-Marke Enovate, die der Elektrofahrzeughersteller im November dieses Jahres vorstellte, den ME7 bauen. Das E-SUV mit dem aerodynamischen Design ist das erste Modell der jungen Marke.

Bei DEARCC kommen noch weitere technologische Lösungen aus dem Hause Eisenmann zum Einsatz. So wird in Shaoxing die Vorbehandlungs- und E-Coatingzone mit dem kompakten, betriebskostensparenden E-Shuttle-200-Tauchförderer ausgestattet sein. Außerdem liefert das Böblinger Unternehmen die Spritzkabinen und Trockner mitsamt der energieeffizienten Abscheidetechnik E-Cube sowie die Arbeitsdecks und die Lüftungs- und Abluftreinigungsanlage. Den Kopf der Anlage bildet das Produktionsleitsystems E-MES der Eisenmann Industrial Software Company (Enisco).

"Das ist Industrie 4.0. Eine vernetzte Produktion, in der unsere flexible Hardware und intelligente Software optimal verknüpft sind ", freut sich Bruno Casorati, der Leiter des Bereichs Automotive Systems bei Eisenmann. "das integrierte Eisenmann-Gesamtkonzept für den hochflexiblen und effizienten Smart Paint Shop findet großen Anklang bei unseren Kunden."