Fortsetzung der Handballsaison beschlossen

Bereits gespielte Begegnungen bleiben in der Wertung

Artikel vom 29. November 2020 - 12:48

Von Hartmut Binder

KREIS BÖBLINGEN. Personell gab es nur unwesentliche Veränderungen, aber über den weiteren Ablauf der nach drei Spieltagen wegen der Corona-Pandemie abgebrochenen Saison herrscht Klarheit: Der 34. Verbandstag des Handballverbandes Württemberg (HVW) beschloss die Weiterführung der Saison 2020/2021 für Männer und Frauen erst in der Rückrunde, frühestens am 6./7. Februar.

Präsident Hans Artschwager (Hildrizhausen) geht nach der erneuten Wahl in seine fünfte Amtsperiode an der Spitze des zweitgrößten Landesverbandes im Deutschen Handballbund (DHB). Aus dem Präsidium schied lediglich Edwin Gahai (Oberstenfeld) aus, der bereits im Februar den Vorsitz des Ausschusses Jugend, Schule, Bildung an Michael Daiber (Böblingen) übergeben hatte.

Wichtigster Punkt der Tagesordnung war der Dringlichkeitsantrag zur Fortführung des Spielbetriebs der Männer und Frauen in der laufenden Saison 2020/2021. Dem Vorschlag des Präsidiums folgte mit 98 Ja-Stimmen, neun Enthaltungen und 15 Gegenstimmen die große Mehrheit der Delegierten. Damit werden die bereits ausgetragenen Begegnungen gewertet, die restlichen Spiele der Vorrunde abgesetzt, und die Saison wird erst mit der Rückrunde (ursprünglich geplanter Start 16./17. Januar 2021) weitergeführt. "Weil aber die ersten drei Spieltage schon im Oktober gespielt worden sind und jede Paarung nur einmal stattfinden darf, verschiebt sich der Re-Start nach hinten", erläuterte Michael Roll (Heilbronn) vom Ausschuss Spieltechnik. "Dadurch geht es am 6./7. Februar weiter." Erneut ausfallende Partien könnten am Ende der Rückrunde oder an Terminen von bereits in der Vorrunde gespielten Begegnungen nachgeholt werden. Auf Zustimmung war dieser Vorschlag im Vorfeld nicht bei allen gestoßen. Ralf Maurer, Vorsitzender der HSG Böblingen/Sindelfingen, deren Männer I und II mit der Hypothek von jeweils 0:6 Punkten ins neue Jahr starten, hatte gar von "Wettbewerbsverzerrung" gesprochen.

Komplizierter ist die Lage im Jugendbereich. "Priorität hat die Qualifikation, die Mitte März beginnt", so Michael Roll. Die Tabellen nach dem Stopp durch die Politik zeigten, dass manche Teams - wie bei den Aktiven - schon drei Spiele hinter sich haben, andere noch gar keine Partie bestreiten konnten. "Der Meisterschaftsspielbetrieb kann unter diesen Umständen nicht zufriedenstellend durchgeführt werden, eine komplette Runde bis zur Qualifikation ist nicht möglich", unterstreicht Spieltechniker Roll. Deshalb könnten die angesetzten Partie zwar gespielt ("als Vorbereitung für die Quali"), für eine Meisterrunde aber nicht gewertet werden.

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