Berufsverbot

Kommentar

Artikel vom 17. Mai 2020 - 10:48

Von Holger Schmidt

Es ist schön und höchste Zeit, dass endlich die Leistungssportler verschiedener olympischer Sportarten wie auch der Leichtathletik ihr spezifisches Training - wenn auch mit Einschränkungen - wieder aufnehmen dürfen. Eine Perspektive für die Athleten jedoch gibt es nur, wenn auch wieder Wettkämpfe durchgeführt werden können. Denn faktisch stellt die derzeitige Situation vor allem für die Sportlerinnen und Sportler, die damit ganz oder teilweise ihren Lebensunterhalt finanzieren, ein Berufsverbot dar, das nach Ansicht von vermeintlichen Experten wie dem SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach auch in den nächsten zwei Jahren so fortbestehen soll. Man stelle sich den Aufschrei vor, wenn man per se Anwälten, Bankern und Auto-Managern die Ausübung ihres Berufes verbieten würde. Das hätte sicherlich vor den Gerichten keine zwei Wochen Bestand.

Bleiben die Einschränkungen wie derzeit mit dem Verweis auf einen vielleicht irgendwann kommenden Corona-Impfstoff weiter bestehen, würde das möglicherweise das Aus der Leichtathletik und vieler anderer Sportarten in ihrer bisher gewohnten Form bedeuten. Mit allen Folgen für den gesellschaftlichen und sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft, die finanziell ohnehin schon längst nicht mehr zu kitten sind.

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