Von Istrien über die Alstertal Open zum Schönbuch Cup nach Weil im Schönbuch

Tennis: Internationale württembergische Meisterschaften in den Altersklassen 45 bis 70 laufen seit Montag in Weil

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    Interessierte Zaungäste in Weil im Schönbuch

Artikel vom 20. August 2019 - 16:06

Von Jürgen Beuschel

Kleine Regenschauer statt Hitze: In den vergangenen Jahren kämpften die Teilnehmer des Schönbuch Cup des TC Weil im Schönbuch, den internationalen württembergischen Tennis-Meisterschaften in den Altersklassen 45 bis 70, mit der großen Hitze, das war diesmal zum Auftakt anders. Die Temperaturen waren angenehm, dafür drohte jederzeit ein kleiner Regenschauer für Abkühlung zu sorgen. Sollte der Regen zu stark werden, stehen die Hallenplätze zur Verfügung, auch wenn die Spieler dort nicht so gerne aufschlagen. Das Interesse der Zuschauer war schon an den ersten Tagen groß. Vor allem, wenn einer der Lokalmatadore spielte, wuchs die Fangemeinde an.

Besuch aus Mexiko: Auch ein Mitarbeiter der Firma Eisenmann aus Mexiko besuchte das Turnier ganz spontan. Er ist dort für die Entwicklung des mexikanischen Markts zuständig und vor allem für Speziallösungen der lokalen Kunden Jorea Quiroz spielt selbst in Mexiko und war von den gezeigten Leistungen am Schönbuchrand so beeindruckt, dass er versuchen will, im kommenden Jahr ebenfalls mit dabei zu sein.

Wiederholungstäter: Immer wieder trifft man auf der Anlage Spieler, die auch in den letzten Jahren schon mit dabei waren. Zu diesen Wiederholungstätern gehört auch das Ehepaar Nuetzli aus der Schweiz. Ihnen gefällt vor allem die Atmosphäre auf der Anlage, die extra für sie auch schon am Sonntag, also vor offiziellem Turnierbeginn, zugänglich gemacht wurde.

In acht Stunden von Hamburg nach Weil: Aus Scheeßel in Niedersachsen kommt Wolfgang Schmitt. Wo bitte liegt denn Scheeßel? Das ist eine Gemeinde mit einer großen sportlichen Tradition, vor allem im Motorsport. Scheeßel hat eine der bekanntesten Sandbahnen in Deutschland, dort findet dieses Jahr ein Qualifikationsrennen für die Weltmeisterschaft statt. Viele kennen Wackern, aber auch in Scheeßel gibt es ein Musikfestival mit Namen "Hurrikan", bei dem diesmal wieder namhafte Bands auftraten. Wolfgang Schmitt, auf der deutschen Rangliste auf Platz 24, kam direkt von den Alstertal Open aus Hamburg. Da hatte er es bis ins Endspiel geschafft. Sein erstes Match am Montag forderte ihn nicht allzu sehr (6:0, 6:0). Das war schon deshalb bemerkenswert, da er am Montagmorgen um vier Uhr in acht Stunden von Hamburg nach Weil im Schönbuch fuhr. Im Jahr kommt er auf etwa 20 Turniere, der Auftakt ist immer in Novigrad (Istrien). Wenn in Deutschland der letzte Schnee geschippt wird, ist er also bereits bestens eingespielt.

Echtes Tennisleben: Ein ganz besonderes Vergnügen bereitete den Zuschauern das Match von Lokalmatador Heinz Staudt gegen einen absoluten Top-Spieler. Joachim Kubeng kann auf ein echtes Tennisleben zurückblicken. Lange Jahre war er Assistent von Jan Pilic, auch heute unterrichtet er noch in München und nimmt an verschiedenen Turnieren teil. Bisher war Tennis Beruf und Hobby gleichzeitig, jetzt will er nur nch spielen und Spaß haben. Trotz einer Steigerung im Verlauf des Matches gab es für Heinz Staudt nix zu gewinnen.

Weniger Plastikmüll: Pünktlich zum Start des Schönbuch Cup wurde auch ein Trinkbrunnen installiert. Hier haben alle die Möglichkeit, gefiltertes und quellfrisches Wasser kostenlos zu genießen. Damit soll auch der Anfall von Plastikmüll vermieden werden. Von den Spielern wurde diese Möglichkeit bereits kräftig genutzt.

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