Sound-Tüftler Thilo Ruck rockt das Rathaus per Stream

Das Leonberger Kulturamt präsentiert die Konzertreihe "Out of the box" ab Januar im Netz. Video-Premiere ist am Freitagabend.

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    Thilo Ruck bei der Aufnahme seines Konzerts im Leonberger Rathaus Foto: Nikola Lutz

Artikel vom 19. Januar 2021 - 18:36

LEONBERG (red). Das erste von vier Konzerten, die für den Zeitraum November bis März geplant sind, musste coronabedingt bereits entfallen. Für das zweite Konzert der Avantgarde-Reihe "Out of the box" bietet das Leonberger Kulturamt nun eine Streaming-Variante an. Zur ursprünglich vorgesehenen Veranstaltungszeit am Freitag, 22. Januar, um 19.30 Uhr, soll das vorab im Rathaus produzierte Konzert mit Thilo Ruck auf der Homepage der Stadt (http://www.leonberg.de) veröffentlicht werden. Wer mag, kann sich das Konzert natürlich auch später noch anschauen. Der Stream ist kostenfrei.

Thilo Rucks Konzert war zunächst für März 2020 geplant und fiel dann dem ersten Lockdown zum Opfer. Der Ersatztermin im Januar 2021 soll nun erstmals in einem garantiert infektionssicheren Format umgesetzt werden, teilen Katja Rohloff, die Leiterin des Sachgebiets Kultur der Stadt Leonberg und Nikola Lutz, künstlerische Leiterin der Konzertreihe, in einem Pressetext mit. "Die Rathauskonzerte sind konzeptionell als eine Art Labor angelegt. Das heißt, sie beziehen den spontanen Moment bewusst mit ein", so Rohloff. "Um das Überraschende und Unvorhersehbare besser vermitteln zu können, haben wir uns für eine Video-Produktion vorab entschlossen. Den Clip veröffentlichen wir aber zum geplanten Konzerttermin", erklärt Nikola Lutz, die Initiatorin der Reihe.

"Das Rathaus-Foyer ist in seiner besonderen architektonischen Struktur und Akustik ein Anreiz für viele Künstlerinnen und Künstler. Nicht alles wirkt und klingt überall gleich und gleich gut. Positionierung, Beleuchtung, Dramaturgie und Raumakustik sind entscheidend für ein gelungenes Konzerterlebnis", heißt es in der Pressemitteilung des Kulturamts.

Mit E-Gitarre, Zahnbürste und Kuli

Ruck war bereits vor Ort, um den Raum und seine Möglichkeiten zu erkunden. Der Musiker bezeichnet sich selbst als Bastler und Tüftler. Neue Musik wurzelt seiner Ansicht nach im Alltag und verweist mit veränderten Perspektiven darauf zurück. Deshalb beherrscht er neben der E-Gitarre auch Alltagsgegenstände, wie etwa Zahnbürsten und Kugelschreiber, die er gewitzt einzusetzen weiß. Dass er außerdem ein Könner in Sachen Audio-Software und Projektion ist, will er am Freitag unter Beweis stellen.

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