Erfolg für die Böblinger Galerie

Land kauft Bild von Anna Huxel.

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    "Google Earth" von Anna Huxel

Artikel vom 20. November 2020 - 16:00

BÖBLINGEN (red). Sie war vielversprechend angelaufen und lockte trotz Corona-Auszeit und monatelanger Schließung der Zehntscheuer viel Publikum: die Sonderausstellung zu 100 Jahren Frauenkunststudium "Netzwerkerinnen der Moderne".

Im Nachgang kann sich die Städtische Galerie nun über einen großen zusätzlichen Erfolg freuen: Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg kaufte ein Werk der Malerin Anna Huxel aus der Ausstellung an. Eine hochkarätig besetzte Jury hatte den zum Ausstellungsende am 20. September eingereichten Antrag positiv beschieden. Den Rahmen bildet ein für nichtstaatliche Museen zur Unterstützung von bildenden Künstlerinnen und Künstlern initiiertes Förderprogramm.

"Dies kommt einer vorbildhaften Win-Win-Situation gleich und ist gerade in den gegenwärtigen Corona-Zeiten ein zuversichtliches Zeichen für die Zukunft vieler Kunstschaffender", schreibt die Stadt Böblingen in einer Pressemitteilung. Schließlich komme der gesamte Erlös direkt der Künstlerin zugute. Und die Städtische Galerie werde in ihrer Funktion als Ausstellungshaus das Gemälde in ihre permanente Schau integrieren.

Das großformatige Gemälde "Google Earth" entstand im Jahr 2016 und stellt in ausdrucksstarker figurativer Bildsprache einen zeittypischen Kommentar zum digitalen Zeitalter dar. Die Malerin Anna Huxel aus Bad Teinach-Zavelstein war eine Schülerin der bekannten Klasse von Professorin Cordula Güdemann an der Stuttgarter Kunstakademie. Huxel hatte zuletzt mit einer Ausstellung im Sindelfinger Oberlichtsaal zu Gast.

Zukünftig wird das imposante Werk mit den Maßen 2 auf 2,40 Meter als bereits dritte Dauerleihgabe des Landes in der Galerie ausgestellt. Die beiden weiteren Leihgaben des Landes sind Werke der Klassischen Moderne, nämlich der seit Eröffnung der Galerie 1987 in den Räumen der Dauerausstellung fest installierte Mehrflügelaltar von Wilhelm Geyer sowie das vor zwei Jahren in die ständige Ausstellung aufgenommene Porträt "Theodor Heuss", gemalt von Fritz Steisslinger.

"Die Werke können bald nach Wiederöffnung der städtischen Galerie im Museum Zehntscheuer von den Besucherinnen und Besuchern im Original besichtigt werden", hofft Galerieleiterin Steimel.

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