In Herrenberg geht die Kunst ins Netz

Virtuelle Galerie in Herrenberg.

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    Das Auge des Tigers fixiert bei diesem Bild von Uwe Gaugel einen Schmetterling

Artikel vom 10. November 2020 - 18:00

HERRENBERG (red). Während die Galerie der Stadt Herrenberg aufgrund der aktuellen Corona-Situation derzeit geschlossen ist, zeigt sie auf virtuellem Wege die Ausstellungen "Die Leichtigkeit des Scheins" von Holde Klis und "Augen-Blicke" von Uwe Gaugel. Unter der Adresse http://www.herrenberg.de/galerien gibt es virtuelle Einblicke in die beiden aktuellen Präsentationen.

Uwe Gaugel "Augen-Blicke": Das Tier ist das wichtigste Gegenüber des Menschen. Es stand am Anfang der Kunst, kam nie aus der Mode und rückt nun wieder ins Zentrum. In der virtuellen Ausstellung führt die Galerie im Kulturzentrum durch die faunische Motivlage von Uwe Gaugel. Vor allem in der Vermenschlichung des Tieres betont er die seelische Nähe zum Menschen. Diese zieht sich als Motiv durch seine sensibel beobachtete, gewitzte wie auch tiefgründige Themenauswahl.

Holde Klis "Die Leichtigkeit des Scheins": Die farbenfrohen Werke von Holde Klis zeigen Momentaufnahmen und stille Szenerien des Alltags jenseits des Trivialen und Banalen. Die lebendig wirkende Acrylfarbe unterstützt eine gewisse Leichtigkeit, ohne dabei aber den geistigen Hintergrund der Kunstwerke zu verleugnen.

Die Stuttgarter Künstlerin zeigt in ihren Arbeiten ihre Lust an der Wiedergabe des Stofflichen, indem sie Abbildungsgegenstände aus der Dingwelt herauslöst, sie fokussiert und attraktiv verfremdet. So stellt sie unter anderem ornamentierte Stoffe in Form von aufgetürmten Kissenstapeln dar oder reiht sie zu aufgespannten Sonnenschirmen auf. Daneben stillebenhafte Arrangements, im Wasser dümpelnde Koi-Karpfen, feriengestimmte Personen oder verführerische Köstlichkeiten.

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