Gospel zum Auftakt von Kultur im Freien - Verlosung

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    Das Publikum genießt die Show auf der Wiese hinter Wanners Vis-à-Vis
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    Gospel im Grünen bei "Kultur im Freien" Fotos: Bernd Epple

Artikel vom 13. Juli 2020 - 18:30

Von Bernd Epple

HOLZGERLINGEN. Die rührige Herrenberger Event- und Medientechnik-Firma EMT macht es möglich: "Kultur im Freien" heißt das neue Format, das nun die Nachfolge der "Kultur im Auto"-Veranstaltungen angetreten hat. Der erste von mehreren Live-Acts lockte am Samstagabend rund 120 Besucher auf eine Wiese am Holzgerlinger Ortsrand. Noch bis zum 2. August gibt es hier sonntags an gleicher Stelle darüber hinaus Kinofilme für Kinder und Erwachsene. Parallel dazu veranstaltet EMT auch vor dem Aramis-Hotel in Nebringen ein Open-Air-Programm (wir berichteten).

Wo sonst der Blick ins Maurener Tal schweift, steht eine kleine Bühne mit Garten- und Liegestühlen, paarweise angeordnet. Nach der unumgänglichen Registrierung der Gäste im Eingangsbereich, darf man sich hier entspannt niederlassen. Heidrun Kittel aus Holzgerlingen freut sich auf den Kultur-Neustart mit den gelockerten Corona-Einschränkungen. Immerhin muss nicht im "Heilix Blechle" Platz genommen werden und Mundschutz ist aufgrund der Abstände ebenfalls nicht nötig. "Ich mag Gospel ganz arg", sagt sie, "ich kenne es aber nur aus der Kirche. Das Wetter passt ja und ich hoffe, dass die Leute genauso mitmachen werden wie in der Kirche, denn da geht ja immer richtig die Post ab!"

Aufgrund der aktuellen Situation ist allerdings mit lautstark-ausgelassenem Mitsingen, Herumhüpfen und spontanen Umarmungen nicht zu rechnen. Und so merkt Isajah, der Bandleader, auch bereits nach dem ersten Song augenzwinkernd an: "Wenn ihr die Lieder kennt, dürft ihr gerne mitsingen. Aber nur nach vorne! Corona - ich kann's nicht mehr hören . . ." Das omnipräsente Thema zieht sich bei etlichen Ansagen durch den Abend. Das sei kein "Ich setz mich hin und hör zu"-Konzert. "Auf euerm Platz dürft ihr gerne tanzen, mit Popo und dem Kopf wackeln!", lautet die Ansage von der Bühne.

Sein unerschütterliches Gottvertrauen veranlasst den Sänger schließlich, dem Publikum eine frohe Botschaft mit auf den Weg zu geben: "Manchmal erscheint alles ausweglos. Ich kenne einen, der den Weg kennt und den Weg frei macht. Es wird weitergehen, die Freude kommt am Morgen - es wird weitergehen!". Der siebenköpfigen Band aus Stuttgart nimmt man bei jedem Song ab, dass der Glaube an Jesus aus jeder Krise herausführt. Intensiv und authentisch wird musikalischer "Gottesdienst" zelebriert.

Die Qualität der Formation offenbart sich jedoch keineswegs nur in verbalen Botschaften. Vor allem stimmlich präsentiert sie sich auf musikalischem Topniveau. Isajah selbst ist ein Frontmann, dessen Stimme bisweilen an den britischen Sänger Seal erinnert. Flankiert wird er von den drei Sängerinnen Joana, Sandra und Ornella, allesamt auch top Solosängerinnen. Vor allem die zierliche Joana begeistert mit fulminanter Stimme und erntet Szenenapplaus, wenn sie sich mit sicherer Intonation in fast unerreichbar scheinende Höhen schwingt.

Souverän sorgt die Rhythmusgruppe mit Edward (Schlagzeug), Henning (E-Gitarre) und Israel (Keyboard, Bass) für den nötigen Groove, um die Vokalsterne glänzen zu lassen. Gegen Ende der Veranstaltung schafft es die Band, dass sich die Leute tatsächlich aus den Stühlen erheben und dem von Frugbaah entfachten Bewegungsdrang nachkommen. Ein souliges "I'm no longer a slave to fear; I'm a child of god! und das inbrünstig vorgetragene "Falling In Love With Jesus" bestätigen die Selbstdarstellung der Band auf ihrer Facebook-Seite: "Unser Stil ist modern, groovig und hat internationale Einflüsse. Aber die Botschaft, bleibt klassisch und ursprünglich", heißt es da: "Wir preisen unseren Herrn Jesu und dies mit Leib und Seele".

Veranstalter EMT ging in gewisser Weise ein Abenteuer ein, seine Open-Air-Reihe mit einer christlichen Band zu eröffnen. Allerdings wusste Geschäftsführer Andreas Kienzle, auf was er sich einließ. Schließlich hatte er bereits mit den Musikern gearbeitet. Er saß an diesem Samstagabend auch hinter dem Mischpult. Zudem baute er auf amerikanische Gäste, von denen viele im Publikum auszumachen waren. Der Erfolg gab ihm recht: Glückliche Gesichter allenthalben.

 

Info und Verlosung

Die Landesregierung erlaubt seit 1. Juli im Freien Veranstaltungen mit bis zu 249 und ab 1. August mit bis zu 499 Personen. Die Herrenberger Firma EMT hat deshalb das Format "Kultur im Freien" gestartet. Die Open-Air-Reihe läuft bis 2. August in Holzgerlingen und Nebringen (mehr unter http://www.kulturimfreien.de). Wir verlosen je 2 x 2 Karten für den Simon & Garfunkel Tribute am 18. Juli in Holzgerlingen und für die Soul- und Gospelnight am 25. Juli in Nebringen. Teilnahme über http://www.krzbb.de/gewinnspiel oder per Post. Annahmeschluss: 16. bzw. 20. Juli, jeweils um 12 Uhr.

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