Schönaicher stellt in Chemnitz aus

Karl Herrmann zeigt dort 14 konstruktive Arbeiten.

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    "Bestimmt unbestimmt" nennt Karl Herrmann diese Arbeit aus dem Jahr 2012

Artikel vom 06. Juli 2020 - 17:48

SCHÖNAICH (krü). Karl Herrmann lebt zwar seit Jahrzehnten im Raum Böblingen, zu seiner Heimat in Ostdeutschland hat er aber immer noch eine äußerst intensive Beziehung. Zum wiederholten Mal sind einige seiner Werke jetzt in Chemnitz zu sehen. Bis zum 5. September läuft die Gruppenausstellung "Aquarell" in der Neuen Sächsischen Galerie. 18 Künstler nehmen teil, Karl Herrmann zeigt 14 konstruktive Bilder, darunter "bestimmt unbestimmt" von 2012 oder das "Superbild aus 8 Bildern", das erst dieses Jahr entstanden ist. "Wir haben eine Ausstellung mit wunderbaren Arbeiten", freute sich der Museumsdirektor Matthias Lindner.

Ende 1953 war der damals 20-jährige Karl Herrmann in den Westen geflohen und studierte in Stuttgart Architektur. Seine erste Ausstellung hatte er 1969 in der Studiengalerie des Stuttgarter Philosophie-Professors Max Bense. Nach einigen Jahren der Selbstständigkeit als Architekt wechselte Herrmann ins Lehrerfach und unterrichtete ab 1974 an einer Stuttgarter Berufsschule, ehe er 1997 in den Ruhestand ging. Sein Interesse gilt der Konkreten Kunst, die in der Regel auf mathematisch-geometrischen Grundlagen beruht.

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