Netzwerkerinnen: Schau verlängert

Artikel vom 26. Juni 2020 - 18:36

BÖBLINGEN (red). Die Sonderausstellung "Netzwerkerinnen der Moderne" in der Städtischen Galerie in der Zehntscheuer wird bis einschließlich 20. September verlängert. Auf dreieinhalb Stockwerken des Museums erstrecken sich rund 250 Werke aller Gattungen und Techniken von insgesamt 50 klassisch-modernen und zeitgenössischen Künstlerinnen der Geburtenjahrgänge von 1866 bis 1993.

Die vielfältigen Facetten der ausgestellten "Frauenkunst" sind faszinierend, sagt Galerieleiterin Corinna Steimel. "Der vergleichende Blick von den künstlerischen Entwicklungen um die Jahrhundertwende bis in die Jetztzeit, den diese Zusammenstellung erstmals in dieser Breite ermöglicht, verspricht, einiges an Erkundungen und Entdeckungen", so Steimel.

Als Zeichen der Zuversicht haben sich einige der an der Ausstellung teilnehmenden Gegenwarts-Künstlerinnen während der Zeit der Zurückgezogenheit einen temporären Museumsshop ausgedacht (wir berichteten). Dort gibt es kleine, erschwingliche Kunstwerke und kunstvolle Einzelstücke: Etwa "Maskeraden von Rosemarie Beißer, bemalte Mund-Nasen-Schutz von Christine Bender, "Papierblumen für Alle" aus der Streichholzschachteln oder "Farb-Reste-Bilder" auf Bierdeckeln von Birgit Herzberg-Jochum.

Die auf Klopapier gedruckten "Wertpapiere" von Anja Luithle gibt es als limitierte "Special Edition" zur Ausstellung. Zudem gibt es Corona-Foto-Collagen von Yvonne Rudisch, "UnikatKeramikWundertüten" von Kerstin Schäfer sowie den selbstgestrickten Woll- und Wohlfühl-Haussocken einer treuen Galeriefreundin.

Wer sich an dem Museumsshop beteiligen möchte, darf sich bewerben und möglicherweise mit eigenen Schöpfungen, die während der Krise als kreative Idee geboren wurden, das Sortiment erweitern.

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