STB Bigband: Jubiläumskonzert auf unbestimmte Zeit verschoben

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    Die STB Bigband im Odeon Foto: Archiv

60 Jahre SMTT und 30 Jahre STB Bigband: Im März sollte das "Doppel-Juhu!biläum" im Odeon der Sindelfinger Musikschule steigen. Wegen Corona wurde der Event auf 25. April verschoben. Auch dieser Termin ist nun geplatzt. Die KRZ sprach mit Bandmitglied Christian Klemme.

Artikel vom 24. April 2020 - 09:00

Zum zweiten Mal musste das Doppeljubiläum von STB Bigband und SMTT wegen der Corona-Krise abgesagt werden. Wie ist die Stimmung bei Ihnen im Ensemble?

Zur Zeit ist es sehr still. Anfangs herrschte in unserer WhatsApp-Gruppe noch reger Austausch, weil wir alle gehofft haben, die Veranstaltung noch hinzubekommen. Die Enttäuschung war schon groß, als klar war, dass es nicht klappt. Auf diese deprimierende Nachricht folgten einige kleine Aktionen: Zum Beispiel haben wir die "Ode an die Freude" durch die verschiedenen Register musiziert und uns gegenseitig zugeschickt. Unser Gitarrist hat uns "Playalongs" der Konzertstücke geschickt, damit wir die Soli weiter üben können. Und der Schlagzeuger hat einfach mal auf ein virtuelles Probenbier am normalen Probentermin eingeladen. Zwischenzeitlich warten wir auf Ansagen der Stadt und der Musikschule, wie und wann wir den Probenbetrieb wieder aufnehmen können.

 

Das ursprünglich geplante Doppelkonzert wäre sicher ein denkwürdiges Ereignis geworden. Worauf hatten Sie und Ihre Bandkollegen sich am meisten gefreut?

Ja, wir haben uns riesig auf die beiden Konzerte gefreut. Das spannendste daran war die Mischung aus Gästen, die in unserer Bandgeschichte vielfach mit uns unterwegs waren und denkwürdige Konzerte mit uns gestaltet haben - zum Beispiel der Stepptänzer Klaus Bleis. Außerdem natürlich die Kooperation mit den Lehrkräften der SMTT, mit denen wir nach all den Jahren zum ersten Mal so intensiv kooperiert haben. Wir waren ja schon in der Endphase der Vorbereitung und heiß auf den Auftritt. Außerdem war nach dem ersten Konzert eine After-Show-Party geplant. Die hätten wir sehr gern gefeiert.

 

Sehen Sie eine Chance, die Veranstaltung in diesem Jahr noch nachzuholen?

Da wage ich aktuell keine Prognose. Wir wollen auf jeden Fall noch was auf die Beine stellen zu unserem Jubiläum. Aber welche Möglichkeiten uns Corona in diesem Jahr noch lassen wird und ob wir die komplexe Terminabstimmung mit all den vorgesehen Künstlern nochmals annähernd hinbekommen, ist schwer zu sagen. Ich bin mir aber sicher, dass wir kreativ werden, sobald wir irgendeine Perspektive sehen.

 

Fürchten Sie wegen der Ausnahmesituation langfristig negative Effekte auf die Band?

Nein, eigentlich nicht. Die STB Bigband gibt es nun seit 30 Jahren. Und noch immer haben wir Gründungsmitglieder und viele langjährige Musiker in unseren Reihen. Ich selbst bin im 26. Jahr dabei und habe in der Band viele sehr gute Freunde. Unsere Familien kennen sich lange, das fällt nicht einfach so auseinander. Ich hoffe natürlich sehr, dass die Stadt sich darum bemüht, unseren Dirigenten Django Hödl in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen. Er ist der einzige unter uns, der von der Musik lebt. Aber nach allem, was wir mitbekommen, ist die Leitung der Musikschule dahingehend aktiv und wir können alle zusammen wieder an den Start gehen, sobald die Bühne frei ist. (edi)

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