Applaus von wenigen ist Lohn für viel Arbeit

Virenschutzanordnung trübt Tanztheater-Neuauflage im Odeon

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    Livemusik umrahmt die Darbietungen
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    In rotes Licht getaucht: beeindruckende Performance der Tänzerinnen Fotos: Marc Hugger

Artikel vom 06. März 2020 - 18:30

SINDELFINGEN (edi). "Wir sind ausverkauft", sagt Monika Heber-Knobloch mit einem bittersüßen Lächeln im Gesicht. Für die Wiederaufführungen des von ihr inszenierten Biennale-Tanztheaters "Stadt(t)träume" mit dem Ensemble Andas Modern Dance, die seit Donnerstagabend und noch bis zum Sonntag im Odeon der SMTT stattfinden, gibt es keine Karten mehr. Dabei sind noch mehr als genug Plätze frei in dem für rund 200 Zuschauer ausgelegten Konzertsaal.

Der Grund für diese kuriose Situation ist die von der Stadtverwaltung ausgegebene Zuschauer-Obergrenze im Zusammenhang mit der Sorge um die Ausbreitung des Coronavirus (wir berichteten). "Weil die Akteure auf der Bühne mit eingerechnet werden, durften wir nur 38 Leute reinlassen", berichtet die Tanzpädagogin und Choreografin Monika Heber-Knobloch von der ersten Aufführung am Donnerstagabend. Glücklich ist die Regisseurin dennoch, dass die im November wieder aufgenommene Probenarbeit für diese Inszenierung nicht umsonst war. "Schließlich schüttelt man sich so ein Stück nicht einfach aus dem Ärmel", betont sie.

"Lief super", freut sich Heber-Knobloch nach der ersten Aufführung der neuaufgelegten Biennale-Inszenierung, bei dem die Tänzerinnen Maren Hildebrandt, Alicia Jehle, Nathalie Machado, Olivia Musleh und Birgit Wolf-Topoglu von Corinna Hahn als Erzählerin sowie von den beiden Musikern Igor Petrov und Tobias Götzmann begleitet wurden. Auch die Rückmeldungen der Zuschauer seien durchweg positiv gewesen, berichtet die Tanzlehrerin.

Das ursprünglich vor und wetterbedingt teilweise auch in der Martinskirche aufgeführte Tanztheater markiert den Auftakt für die 60-Jahr-Feierlichkeiten der SMTT. "Ich fühle mich hier sehr wohl", sagt Monika Heber-Knobloch. Von der Leitung über das Kollegium bis bis hin zum Hausmeister und zum Sekretariat finde sie an der Schule ein "ganz tolles Umfeld" vor. "Hier herrscht einfach eine sehr, sehr gute Grundstimmung", findet die Tanzlehrerin und freut sich über das in sie gesetzte Vertrauen und die Wertschätzung für ihre Arbeit.

Nach Abschluss der "Stadt(t)räume" bereiten Monika Heber-Knobloch und ihre Tanztalente sich auf neue Aufgaben vor - unter anderem geplant ist wieder eine der zur Tradition gewordenen Darbietungen in der Leeren Martinskirche sowie ein Tanztheater zum Thema Labyrinth, das wohl gute Chancen hat, mit ins Programm der Biennale 2021 aufgenommen zu werden.

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