Motorrad-Reise-Doku läuft am Dienstag und Mittwoch in Böblingen

160 Zuschauer sehen die Premiere der Doku "Somewhere else together" im Böblinger Bärenkino

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    Daniel Rintz und seine Josephine touren gemeinsam auf ihren Bikes um den Globus Szenenbild: red

Artikel vom 18. Februar 2020 - 14:36

BÖBLINGEN (red). Der volle Saal erfreute Kinobetreiber Andreas Zienteck bei der Begrüßung des Publikums. Doch nicht nur wegen des Films war die Vorstellung fast ausverkauft. Protagonist und Filmemacher Daniel Rintz war persönlich nach Böblingen gekommen, um die Kinogäste zu empfangen. "Und jetzt: Gute Reise" wünschte er dem Publikum zum Filmstart.

116 Minuten lang schauten die Gäste gespannt auf die Leinwand, wie Daniel Rintz mit seiner Lebensgefährtin Josephine Flohr, die er im ersten Teil seiner verfilmten Weltreise kennenlernte, auf ihren Motorrädern die Kontinente erkunden. Erst von Alaska bis nach Feuerland, danach quer durch Afrika. Sie werden von wilden Elefanten angegriffen, erleiden einen Hitzschlag im Dschungel, kämpfen mit technischen Pannen mitten in einem Kriegsgebiet und erleben extreme Erschöpfung.

Unter tosendem Applaus der Zuschauer bittet Andreas Zienteck den Abenteurer nach dem Film wieder auf die Bühne. "Und da ja heute Valentinstag ist, möchte ich zumindest erwähnen, dass Daniel Rintz nicht alleine gekommen ist", verrät Zienteck dem Publikum. Josephine Flohr wird ebenfalls mit einem warmen Beifall begrüßt.

Das Publikum stellt viele Fragen

Über eine halbe Stunde nutzte das Publikum, um den Filmemacher mit Fragen zu löchern. Von technischen Fragen über Ersatzteilbeschaffung und den Kilometerstand der Motorräder (etwa 100 000 Kilometer) bis zu tiefgründiger Neugierde über die Motivation und Ängste auf der Reise.

Wie er nach all diesen Erlebnissen, diesen Kulturen, das (für uns) "normale und regelkonforme" Leben hier in Deutschland wieder erlebe und aushalte, fragte ein Gast. "Es sind schon banale Probleme, mit denen wir uns hier beschäftigen, das stimmt", antwortet Rintz. Doch das Fernweh ist noch erträglich, da er zwei Jahre lang mit der Postproduktion des Films verbracht hat - und so alle Erlebnisse täglich vor Augen hat.

Auch im Anschluss nutzten noch viele Gäste die Möglichkeit, im Foyer mit den beiden Weltreisenden zu sprechen und sich sogar Tipps für eigene Reiseabsichten einzuholen.

 

  Der Film "Somewhere else togehter" läuft wieder am 18. und 19. Februar um 17 Uhr im Filmzentrum Bären. Weitere Termine folgen der Kino-Homepage (http://www.KinoBB.de). Das nächste Reisefilm-Event in den Böblinger Kinos ist am 26. März um 20 Uhr mit "Elephant to India". Der Wiener Regisseur und Abenteurer Wolfgang Pröhl wird persönlich zu seinem Film und seiner Reise erzählen: Zu dritt sind sie auf zwei Vespas von Berlin bis nach Indien gereist.
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