Im Zerpflücken des Motivs entsteht etwas ganz Neues

Am Sonntagvormittag wird im Leonberger Galerieverein der Hannes-Burgdorf-Preis für zeitgenössische bildende Kunst verliehen

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    Gabriela Oberkofler

Artikel vom 17. Januar 2020 - 17:00

LEONBERG (red). Am morgigen Sonntag, 19. Januar, wird der von dem Leonberger Hannes Burgdorf gestiftete und gemeinsam von Galerieverein und Stadt ins Leben gerufene Hannes-Burgdorf-Preis zum dritten Mal vergeben. Mit dem Kunstpreis sollen laut Leonberger Kulturamt "zeitgenössische Künstler ausgezeichnet werden, die eigenständig und wegweisend mit unterschiedlichen Arbeiten der abstrakten Kunst hervorgetreten sind". Die diesjährige Preisträgerin ist Gabriela Oberkofler (Foto: Jan Kapitän). Morgen um 11.15 Uhr wird ihre Ausstellung "Damascina Rose" mit Zeichnungen und Installation beim Galerieverein (Zwerchstraße 27) eröffnet.

Der Preis ist mit 10 000 Euro dotiert. Neben der Präsentation im Galerieverein gehört dazu auch ein Ausstellungskatalog, der zusätzlich mit 5000 Euro bezuschusst wird. Mit dem Preis soll die Entwicklung der künstlerischen Arbeit gefördert werden.

Das Hauptthema der in Stuttgart lebenden Gabriela Oberkofler ist die Entstehung und der Verlust von Natur und von Kulturräumen. Vornehmlich als Zeichnerin untersucht sie das Verhältnis von Kultur und Natur. Ihre filigranen Zeichnungen, in denen sie die Objekte, Pflanzen, Blüten, Blätter, in ihre Bestandteile zerlegt und isoliert darstellt, beschreibt die Künstlerin selbst als "das Motiv einmal rund- herum komplett auseinander zu nehmen", um etwas anderes entstehen zu lassen, sie in ein neues Bild zu verwandeln. Gabriela Oberkofler wurde 1975 in Bozen in Südtirol geboren. Sie studierte an der Staatlichen Akademie für Bildende Künste in Stuttgart.

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