Auftakt mit Worten und Musik

"250 Jahre Beethoven": Böblinger Pianistenfestival startet am 10. Januar mit einer Konzertlesung

  • img
    Bild 1 von 2
    Ernst Konarek
  • Bild 2 von 2
    Ein bekanntes Gesicht beim Böblinger Pianistenfestival: Gajane Saakjana Foto: Archiv

Artikel vom 02. Januar 2020 - 18:18

BÖBLINGEN (red). Das Internationale Pianistenfestival 2020 verfügt über zwei inhaltliche Schwerpunkte. Zum einen werden mehrere Kompositionen gespielt, die ihren Charakter durch Tanzsätze beziehen. Zum andern gibt es zwei Konzerte, die dem Beethoven-Jubiläum gewidmet sind - denn der Komponist würde in diesem Jahr seinen 250. Geburtstag feiern.

Den Auftakt macht am Freitag, 10. Januar, um 20 Uhr die in Böblingen bestens bekannte Pianistin Gajane Saakjana, die sich bei den vorigen Festivals an der Aufführung aller 32 Beethovensonaten beteiligt hatte. Sie spielt einzelne Sätze aus Beethovensonaten, unter anderem der Mondscheinsonate und der Waldsteinsonate. Den "humorigen Beethoven" stellt sie vor mit der Interpretation des köstlichen Rondos "Die Wut über den verlorenen Groschen".

Der Schauspieler und Autor Ernst Konarek liest dazu Texte mit Beethoven-Bezug von Ferdinand Ries (Schüler, Komponist, zeitweilig Sekretär und Biograf), Franz Grillparzer (Schriftsteller und Beethovenfreund), Carl Czerny (Schüler, später Lehrer von Franz Liszt), Josephine von Deym, geb. Brunsvik (möglicherweise die "unsterbliche Geliebte") sowie von Robert Schumann und Wolfgang Amadeus Mozart.

Gajane Saakjana, geboren 1980 in Riga, studierte zunächst an der Musikakademie in Riga und danach in der Klavierklasse von Prof. Georg Sava an der Musikhochschule Hanns Eisler in Berlin, wo sie ihre Ausbildung 2004 mit Auszeichnung abschloss. Ein Aufbaustudium absolvierte sie an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock. Im Laufe ihrer Ausbildung absolvierte sie unter anderem Meisterkurse bei Heinrich Schiff und dem Artemis Quartett.

Der gebürtige Wiener Ernst Konarek absolvierte seine Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar. Seit 1968 lebt er in Deutschland. Er hatte Engagements an großen deutschen Bühnen, 1988 wurde er Ensemblemitglied des Staatstheaters Stuttgart. Er ist außerdem durch seine TV-Tätigkeit, darunter Rollen für die Sender HR und SWR bekannt. Er arbeitet als Autor, Sprecher und als Interpret von Chansons des Wiener Kabaretts. 2016 schrieb er zwei Stücke. Das eine heißt "Ich werde nicht hassen", das den Monika Bleibtreu-Preis für das beste Theaterstück 2016 erhielt. Es läuft im Moment am Staatsschauspiel Dresden. Das zweite Stück nennt sich "La vie de Coco Chanel", ist eine Produktion des TIK Kempten und verzeichnete sieben ausverkaufte Vorstellungen im Theaterhaus Stuttgart.

Die Konzerte des Pianistenfestivals finden im Jahr 2020 - nach der großen Renovierung der Kongresshalle Böblingen - wie gewohnt im Württemberg-Saal satt. Weitere Termine sind am Freitag, 17. Januar (Natalja Ehwald), Freitag, 24. Januar (Honggi Kim), Freitag, 31. Januar (Andrew Tyson) und am Freitag, 7. Februar (Alexandra Mikulska). Außerdem gibt es das Frühlingskonzert im Sparkassenforum. Matthias Kirschnereit und das Südwestdeutsche Kammerorchester spielen unter anderem Klavierkonzerte von Beethoven. Achtung: Der Termin wurde vom 20. März auf den 3. April verlegt.

Karten im Vorverkauf gibt es bei der Kreiszeitung, Telefon (0 70 31) 62 00 29.
Verwandte Artikel