Kleine Juwelen in der St.-Veit-Kirche

Musikgenuss im Gottesdienst: Kantorei Deufringen-Dachtel beeindruckt mit Telemann-Kantate

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    Die Kantorei Deufringen-Dachtel wurde begleitet vom Ensemble Concerto ´94 Foto: Renate Lang

Artikel vom 12. November 2019 - 17:18

Von Renate Lang

DEUFRINGEN. Die evangelische Kantorei Deufringen-Dachtel ist ein verhältnismäßig kleiner Chor, der regelmäßig die Gottesdienste in den beiden Aidlinger Ortsteilen musikalisch bereichert und auch mal ein ganzes Konzert in den jeweiligen Kirchen anbietet. Am vergangenen Sonntag wurde zu einem Kantatengottesdienst in der Deufringer Kirche geladen.

Auf dem Programm stand die Kantate "Singet dem Herrn ein neues Lied" von Georg Philipp Telemann. Der Komponist hat in seinem neunsätzigen Werk den Psalm 96, Vers 1-9, vertont und bietet hierin für Chor, Orchester und Solisten Gelegenheit zu reicher, teilweise virtuoser Entfaltung.

Unter der Leitung von Bernhard Leitz gab der Chor der Kantorei sein Bestes. Die zwölf Sängerinnen und vier Sänger hatten das Werk gut einstudiert und musizierten mit Engagement und Freude. Man hätte dem Vokalensemble ein paar mehr Soprane und auch noch ein paar Männer gewünscht, doch war es beachtlich, was Bernhard Leitz mit seinem Chor erarbeitet hat und aufführen konnte.

Professionell unterstützt wurde der Chor durch die sechs Instrumentalisten von Concerto ´94, einer Musikergruppe um den Konzertmeister Andreas Fendrich, zusammen mit dem früheren Leiter der Kantorei Bernhard Schmidt-Brücken am Cembalo. Die Instrumentalisten erfreuten die Zuhörer zudem am Anfang und Ende des Gottesdienstes mit einem Concerto von Telemann.

Junge Solisten setzen Glanzlichter

Glanzlichter setzten die vier jungen Solisten Imogen Gutekunst, Veronika Klein, Daniel Schmid und Hans Porten. Alle vier sind professionelle Musiker, mit schon großem Ausdruck und Können. Dass die Altistin Veronika Klein erst in allerletzter Minute für die erkrankte Filippa Moores-Busch eingesprungen ist, dürfte niemandem aufgefallen sein. Ihre Arie zusammen mit Violine und Basso continuo war ein Genuss.

Pfarrerin Susanne Haag leitete den Gottesdienst und führte in ihrer Schriftlesung über den Lobgesang des Zacharias zur Kantate hin, deren Aufführung dieser morgendlichen Stunde viel Glanz gab und sie zu einer ganz Besonderen machte.

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