Die schwäbische Mundart lebt

Thomas Felder zu Besuch am Max-Planck-Gymnasium

Artikel vom 06. November 2019 - 19:30

BÖBLINGEN. "Ond dr Modeschöpfer schöpft ond schöpft" - das ist ein Zitat aus dem Lied "Der Modeschöpfer", welches von dem Musiker Thomas Felder auf schwäbisch verfasst wurde. Die zehnten Klassen des Max-Planck-Gymnasiums in Böblingen durften es zuletzt während eines Workshops hören und analysieren.

Der schwäbische mund.art Verein förderte die Veranstaltung während der 36. Baden-Württembergischen Literaturtage im Rahmen des Arbeitskreises "Mundart in der Schule", damit die schwäbische Mundart auch an die junge Generation weitergegeben wird.

Organisiert und an die Schule geholt wurde diese Abwechslung vom normalen Deutschunterricht von der Lehrerin Jenny Steinhäuser. Beim Workshop übte Thomas Felder zusammen mit den Schülerinnen und Schülern das Lied mit Schwerpunkt auf der Jodelpassage, um es beim späteren Konzert vortragen zu können.

Das anschließende Konzert beinhaltete verschiedene Lieder und Geschichten aus Felders früherem Leben. So erzählte der zweifache Vater beispielsweise Geschichten aus seiner Kindheit, einem Bauernhof auf der Schwäbischen Alb oder seiner Kandidatur als Bürgermeister in Münsingen. Musikalisch begleitet wurden die Lieder zum Beispiel durch die Drehorgel, das Klavier oder auch mit der Gitarre.

Doch wer ist dieser Thomas Felder überhaupt? Der 66-Jährige wurde am 19. März 1953 geboren und besuchte sechs Jahre lang ein kirchliches Internat. Nach dem Abitur studierte er Bildende Kunst. Bereits 1977 mit drei Kleinkunstpreisen ausgezeichnet, erhielt er für mehrere seiner 15 Alben den Preis der Deutschen Schallplattenkritik und war immer wieder auf den obersten Plätzen der Lieder-Bestenliste.

Werke von Thomas Felder lassen sich auch in Schul- und Volksliederbüchern finden. Über tausend Konzerte gab der 66-Jährige an unterschiedlichen Orten in Europa. Am besten kennt man ihn aber im Schwabenland, dessen Mundart viele seiner Lieder prägen.

Thomas Felder erhielt zweimal den Sebastian-Blau-Preis für Liedermacher 2004 (Publikum) und 2012 (Jury). Dass er diese nicht unverdient bekommen hat, bewies er den Schülern des Max-Planck-Gymnasiums. Diese konnte er so für das Schwäbische begeistern, dass sie sogar das Gelernte aus dem Workshop im anschließenden Schulkonzert lautstark mitsangen, so die Schüler selbst. Das spreche für eine durchaus gelungene Veranstaltung.

Zeitung in der Schule: Benedikt Wolf und Janne Wagner, Klasse 9c

BÖBLINGEN. "Ond dr Modeschöpfer schöpft ond schöpft" - das ist ein Zitat aus dem Lied "Der Modeschöpfer", welches von dem Musiker Thomas Felder auf schwäbisch verfasst wurde. Die zehnten Klassen des Max-Planck-Gymnasiums in Böblingen durften es zuletzt während eines Workshops hören und analysieren.

Der schwäbische mund.art Verein förderte die Veranstaltung während der 36. Baden-Württembergischen Literaturtage im Rahmen des Arbeitskreises "Mundart in der Schule", damit die schwäbische Mundart auch an die junge Generation weitergegeben wird.

Organisiert und an die Schule geholt wurde diese Abwechslung vom normalen Deutschunterricht von der Lehrerin Jenny Steinhäuser. Beim Workshop übte Thomas Felder zusammen mit den Schülerinnen und Schülern das Lied mit Schwerpunkt auf der Jodelpassage, um es beim späteren Konzert vortragen zu können.

Das anschließende Konzert beinhaltete verschiedene Lieder und Geschichten aus Felders früherem Leben. So erzählte der zweifache Vater beispielsweise Geschichten aus seiner Kindheit, einem Bauernhof auf der Schwäbischen Alb oder seiner Kandidatur als Bürgermeister in Münsingen. Musikalisch begleitet wurden die Lieder zum Beispiel durch die Drehorgel, das Klavier oder auch mit der Gitarre.

Doch wer ist dieser Thomas Felder überhaupt? Der 66-Jährige wurde am 19. März 1953 geboren und besuchte sechs Jahre lang ein kirchliches Internat. Nach dem Abitur studierte er Bildende Kunst. Bereits 1977 mit drei Kleinkunstpreisen ausgezeichnet, erhielt er für mehrere seiner 15 Alben den Preis der Deutschen Schallplattenkritik und war immer wieder auf den obersten Plätzen der Lieder-Bestenliste.

Werke von Thomas Felder lassen sich auch in Schul- und Volksliederbüchern finden. Über tausend Konzerte gab der 66-Jährige an unterschiedlichen Orten in Europa. Am besten kennt man ihn aber im Schwabenland, dessen Mundart viele seiner Lieder prägen.

Thomas Felder erhielt zweimal den Sebastian-Blau-Preis für Liedermacher 2004 (Publikum) und 2012 (Jury). Dass er diese nicht unverdient bekommen hat, bewies er den Schülern des Max-Planck-Gymnasiums. Diese konnte er so für das Schwäbische begeistern, dass sie sogar das Gelernte aus dem Workshop im anschließenden Schulkonzert lautstark mitsangen, so die Schüler selbst. Das spreche für eine durchaus gelungene Veranstaltung.

Zeitung in der Schule: Benedikt Wolf und Janne Wagner, Klasse 9c

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