Zufrieden mit den Literaturtagen

Nachgefragt

Zwei Wochen lang stand in Böblingen und Sindelfingen die Literatur im Fokus. Für die Organisatoren in den beiden Kulturämtern und der Volkshochschule ein Projekt, das monatelanger Vor- bereitung bedurfte. Peter Conzelmann in Böblingen zieht nun ein Fazit.

Artikel vom 29. Oktober 2019 - 16:30

Zwei Wochen Literaturtage mit über 60 Verstanstaltungen liegen hinter Ihnen. Wie fühlen Sie sich?

Ganz entspannt im Hier und Jetzt. Zwei Wochen Literaturtage waren diesmal aber auch nur die Hälfte der Zeit wie 2017.

Sind Sie zufrieden mit der Resonanz?

Grundsätzlich ja. An der einen oder anderen Stelle hätten wir uns aber sicherlich noch ein paar Besucher mehr gewünscht. Etwas enttäuscht war ich, dass wir für die tolle Performance unseres Stadtschreibers Jonas Bolle nicht mehr Besucher anziehen konnten, gerade von der Diezenhalde, wo er über mehrere Wochen zu Recherchen unterwegs war. Aber wir haben ja nicht nur die Literaturtage - in Nachfolge der Baden-Württembergischen Literaturtage - zum ersten Mal als rein städtische Reihe durchgeführt, sondern auch der Stadtschreiber war ein Novum. Das muss also hier erst noch ein bisschen bekannter werden.

Wieder fanden Veranstaltungen teilweise parallel statt. Die Lesung im Fleischermuseum war wohl auch deswegen schlecht besucht. Eine Fehlentscheidung?

Sindelfingen und Böblingen sind zusammen eine Großstadt. Es ist normal, dass in diesem Raum immer mehrere Veranstaltungen am selben Tag stattfinden. Wichtig ist, dass man nicht dieselben Zielgruppen anspricht, also nicht zwei Krimi-Lesungen oder zwei Poetry Slams zur gleichen Zeit. Andererseits gab es, wie schon vor zwei Jahren, Wochentage, die sehr beliebt, und Wochentage, die weniger beliebt waren bei den einzelnen Partnern, mit denen wir die Literaturtage durchführen. Das sollten wir bei der nächsten Ausgabe strenger im Auge behalten.

Wie sieht die Zukunft der Literaturtage aus? Geht es 2021 weiter?

Wir werden uns bis Jahresende hinsichtlich der weiteren Planung zusammensetzen und Überlegungen zum Gesamtformat anstellen. Es gibt schon erste Ideen, wie wir das Profil unserer "SchreibArbeit" weiter verbessern können.

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