Nachruf zum Tod von Paul Bischoff

Nachruf

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    Im Jahr 2008 wurde Paul Bischoff mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet Foto: Winkler/Archiv

Artikel vom 19. Oktober 2019

Der langjährige Leiter des Chores der evangelischen Johanneskirche Sindelfingen ist verstorben. Im Januar 1964 übernahm der Diplom Ingenieur den Chor und leitete ihn bis zum Jahr 2007. Unter anderem durch die Gestaltung der "Gottesdienste in neuer Gestalt" trat der Chor ab 1965 auch außerhalb Sindelfingens auf. Eine große Zahl (circa 80) neuer Lieder wurden von dem 1935 in Fellbach geborenen Musiker für diese Gottesdienste geschrieben und in zwei eigenen Liedheften zusammengefasst.

Bei der Auswahl der Solisten bewies er immer wieder ein "gutes Händchen": So waren Künstler wie Elsbeth Fehlmann, Edih Wiens und Sigmund Nimsgern in den Konzerten im Einsatz. In Sindelfingen dürfte auch seine Aufführung des "Freischütz" noch in guter Erinnerung sein.

Viele Kontakte, die er knüpfte, bestehen auch heute noch, so etwa der Kontakt zur Vogtlandphilharmonie Greiz/Reichenbach. 1992 gründete er die JOKI-Singers, ein zehnköpfiges Herrenensemble, das im Jahr 2000 sogar auf USA-Tournee ging und als Männerchor auch heute noch unter der Leitung von Michael Kuhn existiert.

Neben der musikalischen Leitung des Chores kümmerte er sich auch um den sozialen Zusammenhalt im Chor und führte in Abständen "gesellige Runden" ein, bei denen die Chormitglieder nach der Probe noch gesellig beisammen saßen.

"Der Chor hat ihm viel zu verdanken", heißt es in einem von den Mitgliedern verfassten Nachruf. "Paul Bischoff war über Jahrzehnte hinweg eine der tragenden Säulen des Sindelfinger Musiklebens", schrieb die Kreiszeitung im Jahr 2008. Damals wurde Bischoff mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. (red)

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