Ältere Dame kauft für sich und ihre Mutter (!) Karten für Rambo-Triple-Feature

Humor

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    Rambo-Treffen beim Triple-Feature Foto: Böblinger Kinos

Artikel vom 23. September 2019

"First Blood" - so hieß der erste "Rambo"-Film, der 1982 ins Kino kam. Zum Start von "Last Blood", dem fünften und (hoffentlich) letzten "Rambo" hat das Böblinger Bärenkino zuletzt ein "Triple-Feature" mit den ersten drei Teilen der Actionreihe gezeigt. Knapp fünf Stunden Dauerfeuer, Ballerorgie und Testosteron-Rausch. Wer schaut sich so was an? Nun, unter anderem Fans der ersten Stunde, die sich mit einer gehörigen Portion Selbstironie mit Vokuhila-Perücke und rotem Stirnband in den Kinosaal setzen und bei Bier und Popcorn in bleihaltiger 80er-Jahre-Nostalgie schwelgen (Foto: Böblinger Kinos).

So weit, so vorhersehbar. Schließlich gehören Kostüme und Fan-Outfits bei solchen Kino-Events mittlerweile einfach dazu - so auch am Donnerstag bei der Gala-Premiere von "Downton Abbey". Hier präsentierten sich diverse Fans passend zum Flair dieser Adelsfamiliensaga "very british" in feinen Gewändern. Zu dieser Gesellschaft - oder vielleicht auch zu einer der regelmäßigen Opern-Live-Übertragungen im Kino - hätte auf den ersten Blick auch eine ältere Dame gepasst, die zuletzt an der Kasse anstand, um Karten für eine Sondervorstellung zu kaufen. Die Mitarbeiterin am Schalter glaubte sich verhört zu haben, als die Dame sagte, für welche Vorstellung sie die Tickets haben wollte: das "Rambo-Triple-Feature".

Noch größer wurde das Staunen, als sie erklärte, für wen die Karten sein sollten. "Für meine Mutter und für mich", meinte die Dame. "Das musste ich mit eigenen Augen sehen", erzählt Kinogeschäftsführer Andreas Zienteck, wie er sich bei der Dreifachvorstellung in den Saal schlich und dort tatsächlich die betagte Dame samt ihrer Mutter sah, die sich gemeinsam an fünf Stunden "Rambos Rhapsodie in Blei" ergötzten. Wer nun meint, die beiden hätten danach erst einmal genug Geballer gesehen, der irrt. Als am Donnerstag "Rambo V" anlief, saßen sie schon wieder im Kinosaal, um sich schon am Nachmittag die allererste Vorstellung anzuschauen.

Wenn Sylvester Stallone - selbst schon 73 Jahre alt - den Bizeps spannt, gerät anscheinend auch nicht mehr ganz so junges "Blood" in Wallung.

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