Abitur 2019 - und jetzt?

Vier Abiturienten aus dem Kreis berichten von ihrem Schulleben und was danach kommt

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    Marta Ramos Kulzer ist nach dem Abitur ins Ausland gegangen Fotos: red

Artikel vom 11. September 2019 - 19:00

BÖBLINGEN. Das Abitur ist eine Prüfung, die den Abschluss einer wichtigen und langen Zeit für viele Schüler darstellt. Die Schüler, die sich regelmäßig eingebracht haben, verlassen die Schule und hinterlassen Lücken, die es zu füllen gilt. Doch auch die Absolventen des Abiturs müssen umstrukturieren, denn plötzlich haben sie zwischen 30 und 40 Stunden mehr die Woche zu ihrer freien Verfügung.

Jana Leber aus Ehningen, Marta Ramos Kulzer aus Böblingen und Raphael Müssig, ebenfalls Böblingen, erzählten von ihrem Schulleben und gaben interessante Ausblicke in die Zukunft.

Lebensmittelchemie trifft Gesang

Jana Leber aus Ehningen hat ihr Abitur bestanden. Sie macht aktuell eine Pause - im Ausland - gemeinsam mit Marta Ramos Kulzer, bevor sie Lebensmittelchemie in Stuttgart studieren möchte. Marta hingegen nimmt sich jetzt ein Jahr Zeit für Arbeit, Reisen und ehrenamtliches Engagement, bevor sie anfängt, Gesang zu studieren. In der achten Klasse wählten die beiden Freundinnen Naturwissenschaften und Technik. Sie haben inzwischen sehr unterschiedliche Interessen und Ziele entwickelt. Marta absolvierte ihr Abitur in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch, Musik und Religion, während Jana statt Musik und Religion, Erdkunde und Chemie wählte. Die beiden waren engagierte Schülerinnen. Jana vertiefte ihre Leidenschaft für Chemie und besuchte die Theater-AG. Die zwei Abiturientinnen besuchten beide den Mittel- und Oberstufenchor des AEG. Marta wurde mit einem Musikpreis ausgezeichnet und ist staatlich anerkannte Chormentorin beim Badischen Chorverband. Sie half in der Assistenz mit, war Chorsprecherin und startete 2019 musikalisch voll durch als Chor- und Orchesterdirigentin und als Big Band Gastsängerin.

Das Ereignis, das die beiden sehr prägte und ihnen immer in Erinnerung bleiben wird ist die Ungarnreise nach Budapest und Györ im Jahre 2018, welche im Rahmen des Mittel- und Oberstufenchors stattfand. "Marta war für das AEG besonders wichtig, weil sie sich als Musikmentorin über mehrere Schuljahre hinweg äußerst verdient machte. Selbst Sängerin, unterstützte sie das Musikkollegium vor allem in der Chorarbeit, indem sie einzelne Proben leitete und auf Schulkonzerten und Konzertfahrten als Dirigentin mitwirkte", schreibt Grit Steiner, Direktorin des AEG.

Debating-AG half beim Abitur

Raphael Müssig erinnert sich ebenfalls gern an seine Schulzeit zurück. "Es ist komisch, sagt er. Grade mal vier Wochen ist es her, dass er die Schulbank drückte. Er absolvierte im Mai und Juli sein Abitur in Deutsch, Mathematik, Englisch, Geschichte und Physik und bestand. Jetzt möchte er eine Amerikareise machen, seinen Führerschein beenden und wird ab Oktober Politik- und Rechtswissenschaften in Tübingen studieren. Am Albert-Einstein-Gymnasium war er Theatermentor und hat aktiv Meinungen und Interessen der Schüler vertreten. Die Debating-AG hat ihm bei der Vorbereitung auf das Englisch-Abitur geholfen, die SMV lehrte organisieren. Seine Tätigkeit als Theatermentor, bei welcher er die Klassen fünf bis sieben betreute, hat ihm geholfen, seine Stressresistenz auszubauen und den Umgang mit jüngeren Kindern gelehrt. Doch das, was er am meisten mitnimmt sind die Abgabefristen. Außerhalb des Unterrichtes brachte Raphael sich für seine Mitschüler ein und wurde sogar in den Jugendgemeinderat gewählt, in welchem er 2018 erreichte, dass WLAN an allen Böblinger Schulen eingerichtet wird. Dort soll der kabellose Internetzugang helfen, den Unterricht modern zu gestalten. Allerdings ist das Projekt, auf das er am meisten stolz ist, die Foto-Serie #KUNSTODERSOWAS. Bei dieser Fotoserie handelt es sich um Schuhe, die überall im Schulhaus verteilt, aufgehangen, aufgemalt oder festgeklebt wurden. Diese fotografierte Raphael und veröffentlichte sie auf der Internet-Plattform Instagram by Facebook.

Raphael war im Jugendgemeinderat

"Raphael war für das AEG besonders wichtig, weil er sich als Mentor in der Unterstufen-Theater-AG sehr nützlich machte, die SMV-Arbeit als Kommiteemitglied bereicherte und als Mitglied des Jugendgemeinderats politische Begeisterung in die Schule brachte", berichtet Grit Steiner.

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