Kurzfilmfestival im Pavillon

Im Rahmen der Biennale

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    Dreharbeiten zu einem Projekt der Sindelfinger Kinderfilmakademie F: Sim-TV

Artikel vom 16. Juli 2019 - 17:54

SINDELFINGEN (red). Immer wieder stellt sich im Leben die Frage, ob die bisherigen Bahnen eigentlich die richtigen sind. Ob die Umgebung noch passt. Ob es nicht Zeit für neue Räume wird. Diesen Fragen widmet sich das Kurzfilmfestival innerhalb der Biennale Sindelfingen und zeigt die Werke junger Filmschaffender aus der Region.

Das Festival findet am Donnerstag, 18., und Freitag, 19. Juli, jeweils ab 19.30 Uhr im Pavillon in der Calwer Straße 36 statt.

An beiden Abenden werden die Kurzfilme in drei Blöcken gezeigt. Jeder Block wird begleitet von einem moderierten Gespräch mit den Filmschaffenden, das Einblick in den jeweiligen Schaffensprozess und die damit verbundene persönlichen Entwicklungen geben soll.

Im ersten Block wird neben dem preisgekrönten Tanzfilm "Garden of Others" des Sindelfinger Nachwuchsregisseurs Pascal Sangl, auch der Kurzfilm "Know Your Enemy" von Jelena Zickner gezeigt. Zwei Filme, die sich mit den innersten Konflikten junger Menschen beschäftigen: "Garden of Others" ist inspiriert vom modernen Online Dating, während sich bei "Know Your Enemy" ein junger Boxer mit seiner größten Herausforderung beschäftigen muss: sich selbst.

Der zweite Block verbindet sich vor allem durch die Wurzeln der Menschen hinter der Kamera: In der Kinderfilmakademie SimTV waren alle der federführenden Filmschaffenden aktiv. Auf den 2018 gedrehten "Halb Nah" vom aktuellen Sim TV-Praktikanten Marc Mante, werden die Premieren von "Lieber Erik Schmidt", einer hauseigenen SimTV-Produktion unter der Leitung von Thomas Wersal und "Elevator Mood" von Nachwuchstalent Oliver Weiss folgen. "Elevator Mood" ist die peinliche "Aufzugstimmung", die wir wohl alle kennen", so Weiss. In dem siebenminütigen Kurzfilm spielen mit Anna-Lena Just und Ingo Sika zwei weitere bekannte Sindelfinger Gesichter mit.

Die Premiere von "Später Vielleicht" ist der Aufhänger des dritten Blocks des Kurzfilmfestivals. Inmitten von behüteter Freiheit stellt sich einer ganzen Generation die Frage: Was wenn der scheinbar klare, zwanglose Weg am Ende doch nur eine Kopie der Elterngeneration ist?

Der Maichinger Ferdinand Stöckel, der den rund zehnminütigen Beitrag "Später Vielleicht" beisteuert, hat für den Kurzfilm neben Studierenden der Hochschule der Medien auch einige Sindelfinger Akteure gewinnen können, darunter Daniel Dietrich und Ingo Sika. Die Kamera führte der Maichinger Joshua Haag gemeinsam mit Paul Herbig, die Musik kommt von Lukas Klotzbach (Into The Fray). Tobias B. Bacherle hat den Film produziert.

Mit den Hochschule der Medien-Produktionen "Azenza" (2018) und "God Damn" (2019) sind zwei weitere Filme Stöckels zu sehen. Letzterer ist die jüngste Produktion des Sindelfingers, für die er einen Großteil der "Später Vielleicht" Crew wieder versammelt hat.

Der Eintritt ist frei, gezeigt wird an beiden Abenden das gleiche Programm.

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