Sahun "Sam" Hong beim Pianistenfestival Böblingen

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    Sahun Hong F: red

Artikel vom 30. Januar 2019 - 17:42

BÖBLINGEN (red). Beim vierten Konzert des Böblinger Pianistenfestivals am Freitag, 1. Februar, um 20 Uhr ist der Bezug zum diesjährigen Thema "Amerika" ein ganz einfacher: der Mann an den Tasten, Sahun "Sam" Hong, ist Amerikaner. Geboren wurde der 24-Jährige in Seoul in Südkorea.

Schon mit jungen vier Jahren spielte er zu Hause jeden Tag auf dem Klavier. Doch irgendwann hatte seine Mutter Angst, dass er zu viel am Klavier verbringt, erzählt Hong in einem Radio-Interview. Sie befahl ihm eine einjährige Piano-Pause. "Als das Jahr vorbei war, setzte ich mich gleich wieder ans Klavier."

Was folgte, war eine steile Karriere. Im Alter von 16 Jahren absolvierte Sam magna cum laude an der Texas Christian University (TCU) mit einem Bachelor of Music in Piano Performance und studierte bei John Owings. Er ist derzeit Doktorand bei der Klavierlegende Leon Fleisher am Peabody Institute der Johns Hopkins University.

Seit 2010 spielt er als Solist beim ORF Wien, Milwaukee, Indianapolis, Camerata New York, Richardson, Racine, Waco, Galveston und im Brazos Valley Symphony Orchestra. Er gab Auftritte in renommierten Häusern wie der Alice Tully Hall im Lincoln Center, dem Goldenen Saal und dem Brahms-Saal im Wiener Musikverein, der Merkin Hall, der Église de Verbier und dem Kennedy Center.

Sahun Hong war zuletzt der Gewinner des Vendome-Preises 2017 in Verbier und erhielt den zweiten Preis beim Internationalen Beethoven-Wettbewerb 2017 in Wien. Er war Finalist für die American Pianist Awards 2017. Als passionierter Kammermusiker ist "Sam", wie er sich gerne nennt, der Pianist des Trio St. Bernard mit dem Geiger Brandon Garbot und dem Cellisten Zachary Mowitz.

Er hat an Festivals wie dem Steans Music Institute von Ravinia, Chamber Music Encounters im Lincoln Center und der Taos School of Music teilgenommen. Zu seinen jüngsten Kollaborationen gehören Auftritte mit Colin Carr, Ara Gregorian, Emanuel Gruber, Hsin-Yun Huang, Michael Kannen, Ani Kavafian, Ida Kavafian, Daniel Phillips, Steven Tenenbom und dem Pacifica Quartet.

Beethoven und der Amerikaner Copland stehen auf dem Programm

Auf dem Programm im Württembergsaal der Kongresshalle steht neben Beethovens Sonate F-Dur Leon Kirchners Interlude II und Maurice Ravels Sonatine fis-Moll. Mit Aaron Copland ist auch, dem Motto angemessen, ein amerikanischer Komponist vertreten. Copland ist unter anderem bekannt für seine Fanfare for the Common Man. Heute spielt Hong seine Piano variations aus dem Jahr 1930. Den Abschluss bilden Beethovens Eroica-Variationen.

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