Kleinkunstpreis will neue Talente auf die lokalen Bühnen bringen

Biennale Sindelfingen: Bei dem Kulturfestival wird erstmals das "Goldene Zebra" verliehen

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    Inspiration für den Kleinkunstpreis: der Marmor-Zebrastreifen in der Ziegelstraße Foto: Bischof

Artikel vom 05. Januar 2019 - 08:24

SINDELFINGEN (red/edi). In ihrer dritten Auflage erhält die Biennale Sindelfingen einen neuen Baustein: Der Verein Biennale Co. richtet erstmals ein eigenes Veranstaltungsformat aus und wird den Kleinkunstpreis "Das Goldene Zebra" verleihen. Den Siegern winken große Preise und Auftritte in Sindelfingen.

Der Wettbewerb richtet sich laut Pressemitteilung des Vereins an Amateure und Profis in den Bereichen Theater, Tanz, Musik, Zauberei, Gesang, Poetry Slam und weiteren Sparten der Kleinkunst. Kreative Ideen sind gefragt, und dargestellt werden kann alles, was innerhalb von zehn Minuten auf einer Bühne umsetzbar ist.

Teilnahmeberechtigt sind alle Kulturschaffenden im deutschsprachigen Raum ab 16 Jahren, alleine oder in Teams von höchstens zehn Personen. Seitens der Stadt winken Preisgelder in Höhe von insgesamt 7000 Euro und Auftritte im Zuge der Sindelfinger Biennale.

"Wir hoffen, mit dem Wettbewerb über die Stadtgrenzen hinaus möglichst viele talentierte Menschen zu erreichen und die Biennale so überregional bekannter zu machen", so Leonie Rothacker, die stellvertretende Vorsitzende des Vereins Biennale Co.

Interessierte Kleinkünstler bewerben sich mit einem Video, das sie selbst auf Youtube hochladen und im Online-Formular auf der Webseite der Biennale Co. verlinken. Die Frist zur Einreichung der Bewerbungsvideos ist der 15. Februar 2019.

Bewerbung per Youtube-Video

Anschließend werden die Videos zum Online-Voting freigegeben. Die 24 Besten werden dann der Jury zur Bewertung vorgestellt; die Juroren suchen aus dieser Auswahl wiederum die zwölf Teilnehmenden aus, die am 31. Mai und 1. Juni im Halbfinale auf der Bühne im Jugendhaus "Süd" in Sindelfingen stehen. Das Jugendhaus ist Kooperationspartner des Biennale Co.-Vereins für diese Veranstaltung.

Das anschließende Finale im Odeon der Sindelfinger Schule für Musik, Theater und Tanz mit den verbleibenden sechs Finalisten wird dann während der Biennale am 26. Juli stattfinden, wenn Publikum und Jury gemeinsam die Preisträger küren.

Die Jury setzt sich zusammen aus Eberhard Riese (Vorsitzender des Magischen Zirkels Deutschland), Johannes Held (Sänger und Sprecher), Torsten Moll (Regisseur, Choreograf und Musicaldarsteller), Pascal Sangl (Tänzer und Choreograf), Ingo Sika (Leiter der Jungen Bühne Sindelfingen) und Horst Zecha (Kulturamtsleiter).

Für alle Bewerber ergibt sich im Rahmen der Biennale noch eine zweite große Chance: Im Rahmen des Bürgerpicknicks der Biennale sollen ausgewählte Kleinkünstler die Gelegenheit haben, ihr Können öffentlich zu präsentieren, wenn sie Besucher als "Walking Acts" von ihrem Talent begeistern.

Die Initiative für diesen Wettbewerb geht vom Verein Biennale Co. aus. Dieser unterstützt seit 2016 die Stadt Sindelfingen bei der Ausrichtung der Biennale, in Kommunikation und Marketing des Kulturfestivals. Neben der Arbeit für die Biennale und für den Wettbewerb stellt der Verein mit der "Jungen Bühne Sindelfingen" seit 2018 auch eigene Projekte auf die Beine, zuletzt ein Theaterstück und ein Musical. Mit dem "Goldenen Zebra" organisieren die Mitglieder das erste Mal eine eigene Veranstaltung für die Biennale.

"Die Idee zu dem Preis hatte Milenko Milojevic", erklärt Vereinssprecher Ingo Sika. Inspiration für den ungewöhnlichen Namen war - man kann es sich denken - der berühmte Marmorzebrastreifen in der Sindelfinger Innenstadt. Die Mitglieder des Biennale-Vereins hatten sogar mit dem Namen "Marmornes Zebra" gespielt, diesen Vorschlag dann aber wieder verworfen. "Das klingt einfach nicht so gut", findet Ingo Sika, "aber vielleicht stellen wir das Ding ja auf einen Marmorsockel".

Keine Konkurrenz zur "Mechthild"

Beim Thema Kleinkunstpreis liegt die Frage nahe, wie das Sindelfinger Zebra sich zur Böblinger Mechthild verhält. Schließlich veranstaltet der "Kultourmacher"-Verein in der Nachbarstadt regelmäßig im Winter sein eigenes Kleinkunstfestival inklusive Preisverleihung. "Da gibt es überhaupt keine Konkurrenz", stellt Ingo Sika klar. Schließlich liege der Schwerpunkt im Böblinger Theater Altes Amtsgericht auf Kabarett und Comedy, wohingegen der geplante Biennale-Wettbewerb - wie eingangs schon erwähnt - das gesamte Kleinkunstspektrum in all seinen Facetten abdecken wolle.

Mehr Infos unter http://www.biennale.co/kleinkunstwettbewerb im Netz.
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