Ulrich von der Mülbe feiert seinen 75. Geburtstag

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Artikel vom 23. Juli 2018

Am heutigen Montag, 23. Juli, feiert Ulrich von der Mülbe seinen 75. Geburtstag. Der ehemalige Gymnasiallehrer hat die Sindelfinger Theaterszene über Jahrzehnte geprägt.

Der Sindelfinger kam 1943 als Sohn eines Gutsverwalters in Striche im Kreis Schwerin an der Warthe im heutigen Polen zur Welt. Mit eineinhalb Jahren wurde das Kind nur wenige Monate vor Kriegsende in den Wirren der Flucht von seiner Mutter getrennt. Erst zwei Jahre später fanden Mutter und Sohn über das Rote Kreuz wieder zusammen.

Ulrich von der Mülbe wuchs in Marburg auf, wo er sein Abitur machte. Bereits als 16-Jähriger lernte er dort seine heutige Frau Christiane kennen. Die beiden heirateten 1971. Er studierte Deutsch, Französisch und Philosophie in Heidelberg und Tübingen. Im französischen Nancy verbrachte er ein Auslandsjahr. Nach vier Jahren als wissenschaftlicher Assistent an der Uni Stuttgart entschied er sich dafür, Lehrer zu werden.

Nach dem Referendariat an einer Schule in Nürtingen kam er im Jahr 1975 ans Goldberg-Gymnasium Sindelfingen. Dort gründete er kurz darauf die Theater AG. Im Jahr 1978 zog er auf den Goldberg, wo er bis heute lebt. Weil dort für Jugendliche Angebote fehlten, trieb er zusammen mit der katholischen Kirchengemeinde die Gründung des Jugendhauses Süd voran.

Im Juli 2007 ging Mülbe in Pension, sein Engagement für Theater- und Jugendarbeit setzte er noch viele Jahre weiter fort - unter anderem als Regisseur des Galerietheaters oder bei der Inszenierung von "Sirenen der Heimat" im Rahmen des 750-jährigen Jubiläums der Stadt Sindelfingen.

Mittlerweile hat er sich weitgehend aus der Bühnenarbeit zurückgezogen. Im Zusammenhang mit dem Teatro Esperanto war er aber erst in der vergangenen Woche mit weiteren Senioren und Schülern der Gottlieb-Daimler-Schule 2 in der Inszenierung "Chillen in Somalia" zu sehen. (edi)

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