20. Böblinger Polarnacht am 24. März - Videos und Sounds

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    Friendly Elf wollen im Brauhaus wieder für Rockfestival-Atmosphäre sorgen / Foto: red

Frisches Blut und alte Hasen: Am Samstag, 24. März, ab 21 Uhr findet in Böblingen die 20. Polarnacht statt. Diesmal sind 22 Bands in 21 Locations am Start. Karten gibt's bei den KRZ-Ticketshops. Von einigen der Bands und Künstler haben wir hier ein paar Hör- und Sehproben für euch.

Artikel vom 14. März 2018 - 20:24

BÖBLINGEN (red/edi). Am Samstag in einer Woche steigt die Böblinger Polarnacht bereits zum 20. Mal. Konzertveranstalter Detlev Pohnke wollte aus diesem Anlass eigentlich eine Art "Best of" aller bisherigen Bands nach Böblingen holen. Aus verschiedenen Gründen wäre das aber gar nicht möglich - unter anderem, weil manche Formationen nicht mehr bestehen oder Künstler den Wohnsitz gewechselt haben.

Bei Theresa Burnette ist das zum Beispiel der Fall. Die US-Sängerin, die in den Vorjahren mit ihrem Gospelgesang in der St.-Bonifatius-Kirche begeisterte, ist vergangenen Sommer aus familiären Gründen zurück in ihre amerikanische Heimat gezogen (wir berichteten).

Auf solche und andere Änderungen muss Pohnke jedes Jahr aufs Neue reagieren. Dabei gelingt es ihm auch jedesmal, einen mindestens gleichwertigen Ersatz zu finden. Wer Theresa Burnette schon einmal live erlebt hat, der weiß, wie hoch in diesem Fall Messlatte liegt. Mit der grammy-nominierten Sängerin Laeh Jones aus Detroit können sich Gospelfans aber auf ein echtes Highlight freuen. "In diesem Fall hat Rainer Scheithauer seine Kontakte spielen lassen", freut sich Pohnke über die Unterstützung des Keyboarders, der Burnette bei ihren Gospelauftritten begleitet hat.

Scheithauer bringt seine Soullounge-Kollegen Alvin Mills und Stephan Schuchardt aus dem "Blauen Haus" mit. Unter dem Motto "Bluefonque goes Gospel" wollen diese fleischgewordenen Groove-Maschinen gemeinsam mit Laeh Jones für gepflegte Gospel-Gänsehaut sorgen. Laeh stammt aus einer Familie von Profimusikern. Sie selbst war Mitglied der Gospel-Gruppe Witness, die mit dem Stellar Award ausgezeichnet wurde und für zahlreiche Preise nominiert war, darunter den "Grammy". Mit der Gruppe war sie mehr als 14 Jahre lang in den USA unterwegs. Darüber hinaus stand sie in zahlreichen Stücken auf der Bühne und sang mit Künstlern wie Lionel Richie, Stevie Wonder oder Ann Nesby. Derzeit lebt Laeh Jones in Kaiserslautern und ist seit 2010 mit der Sweet Soul Music Revue zu erleben. Als weitere Gastsänger in der St.-Bonifatius-Kirche sind die Soulkünstler Elliot und Derrick Alexander angekündigt. Hinweis: In der Kirche weicht die Spielzeit aus organisatorischen Gründen etwas vom Restprogramm ab - das letzte Set endet hier bereits um 24 Uhr.

Quasi in letzter Minute (und damit zu kurzfristig, um es auf den Flyer zu schaffen) ist Freddy Nestele mit seinem "Freddchen" in der Klaffensteinstraße noch auf den Polarnacht-Express aufgesprungen. Bei ihm spielt die Rock- und Soulband "United Groove Connection".

Last-Minute-Zugang

Erstmals dabei sind das "Cast Away" in der Pfarrgasse (hier spielt Marc Bosco Akustikrock) sowie die "Suite 25" (ehemals Café Bar) am Marktplatz. Hier sind mit Elm F. and the Rooks wieder ein paar alte Bekannte zu Gast.

Wer sich musikalisch in die 70er-Jahre zurückversetzen will, der ist im "Neuberths am See" richtig: Hier gibt es R 'n' B, Blues, Soul und Rock von einigen Musikgrößen der Region: Vitek Spacek (Gitarre), Mike Pavi (Bass), Markus Marquis Schölchs (Keyboards) und allen voran Sänger David Hanselmann (unter anderem bekannt durch "The Voice of Germany"). Zusammen sind sie "The Hanselmann Spacek Group".

Akustische Cover, von drei Vollblutmusikern mit vielfältigen Instrumentierungen verspricht der Auftritt von "Angel's Share Band" im "Background" im Mercaden-Kaufhaus. Wer jetzt aber bei "akustisch" an beschauliche Kerzenschein- und Kamillentee-Musik denkt, der liegt bei Angel's Share völlig falsch. Die Band liefert laut Polarnachtveranstalter Pohnke den besten Beweis dafür, dass auch "unplugged" richtig rocken kann.

Ein "Best of" zur 20. Auflage war wie eingangs bereits erwähnt ja nicht möglich. Stattdessen bekommen die Besucher wieder die gute und bewährte Mischung aus frischem Blut und alten Hasen. Zu letzterer Kategorie gehört Friendly Elf. Diese Polarnachtband der ersten Stunde soll im Brauhaus wieder für Rockfestival-Atmosphäre sorgen.

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