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Ausstellung im Dätzinger Schloss zum runden Geburtstag

Galerie Schlichtenmaier hat in "Homage to Modern Art" den Sindelfinger Künstler Joachim Kupke im Fokus - Eröffnung am Samstag

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    Joachim Kupke in seinem Wohn- und Atelierhaus in der Sindelfinger Altstadt Foto: Bischof

Artikel vom 04. September 2017 - 17:12

DÄTZINGEN (red/krü). Der Sindelfinger Künstler Joachim Kupke hat im Mai seinen 70. Geburtstag gefeiert (die KRZ berichtete). Jetzt widmet ihm die Galerie Schlichtenmaier eine Ausstellung, stellt den Kupke-Werken aber auch noch weitere moderne Positionen zur Seite. "Homage to Modern Art" ist die Präsentation betitelt, die am Samstag, 9. September, um 17 Uhr im Dätzinger Schloss eröffnet wird und bis 4. November läuft. Am Samstag ist die Galerie nach der Vernissage bis 20 Uhr geöffnet.

Joachim Kupke ist bekannt für seine kleinformatigen Pop-Art-Gemälde. Der holländische Barockmaler Jan Vermeer und andere aus dieser Zeit haben es ihm angetan - und so kombiniert Kupke altmeisterliche Motive und Malweisen mit einer zeitgenössischen Brechung. Er stellt Models, Autos oder Cowboys dem barocken Ambiente zur Seite, montiert sie mit einem Augenzwinkern ins Bild hinein. "Mit den Mitteln der Kunst lotet er die Grenzen und Möglichkeiten des Plagiats und der Parodie, Adaptation und Anspielung aus", heißt es in der Ankündigung der Galerie Schlichtenmaier.

Doch die Dätzinger Kuratoren beschränken sich nicht auf die Arbeiten des Geburtstagskindes aus Sindelfingen. Die Ausstellung fungiert zwar zum einen als Hommage an Joachim Kupke, sie nimmt aber den Titel "Homage to Modern Art" zugleich als Motto für ein Phänomen der Moderne, das nicht erst in jüngerer Zeit thematisiert wurde: die Kunst der Widmung, der Inspiration und der Gedenkkultur.

Der Bogen der Schau spannt sich also von Willi Baumeister über Winfred Gaul bis hin zu Eckart Hahn. Die Formen der Hommage sind dabei vielfältig, haben aber meist auch mit dem Selbstverständnis der Künstler zu tun. Dass die Referenzpersonen und -stile sich dabei - wie auch bei Kupke - nicht selten weit hinter die Moderne zurückbegeben, ist kein Widerspruch zum Titel. Vielmehr zeigen sich die Künstler unsrer Zeit der Modernität älterer Jahrzehnte immer wieder durchaus bewusst.

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