Klimaschutz als gemeinsamer Nenner

Die Herrenberger Jugenddelegation informiert Jugendbeauftragte über ihre Ziele für die Zukunft.

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    Die Jugenddelegation hat das Recht, im Gemeinderat Anträge zu stellen, die dann behandelt werden müssen Foto: SJR

Artikel vom 30. November 2020 - 16:42

HERRENBERG (red). Um die Jugend bei kommunalpolitischen Entscheidungen miteinzubeziehen, tauschen sich die Jugendbeauftragten der Stadtverwaltung Herrenberg und des Gemeinderates regelmäßig mit der Jugenddelegation über aktuelle, kommunalpolitische Themen aus.

Für das Treffen haben die Jugendbeauftragten zu acht Themen, für die sie sich derzeit einsetzen, jeweils eine kurze Stellungnahme als Diskussionsgrundlage abgegeben. Zu den Themen zählen: Klima, Mobilität und Radwege, Schulentwicklung, Rassismus, Integration, Jugendräume und Kultur. Der gemeinsame Nenner all dieser Themen ist der Klimaschutz, denn: Klimaziele müssen konsequent in allen Planungen der Stadt mitgedacht werden, so die Forderung der Jugenddelegation. Dass die Jugendlichen das Thema ernst nehmen, zeigt sich daran, dass die Jugenddelegation aktuell für die Erarbeitung des Klimafahrplans für Herrenberg ein Statement mit Forderungen ausarbeitet, das sie zeitnah im Klimabeirat vorstellt.

Integration braucht Räume - auch zu Pandemiezeiten

Neben einem konsequenten Klimaschutz fordern die Jugendlichen den Ausbau von Radwegen, auf die sie häufig angewiesen sind. Beim Thema Schulentwicklung ging es unter anderem um die Ressourcenverteilung. Auch wenn der Ausbau der Grundschulen nach Ansicht der Jugendbeauftragten eine Notwendigkeit darstellt, sollten die Renovierung und Modernisierung der übrigen Schulgebäude sowie der Ausbau der digitalen Strukturen an Schulen durch den städtischen Masterplan Schulen zeitnah angegangen werden, so eine weitere Forderung.

Beim Thema Integration gingen die Jugendlichen auf die Auswirkungen der Corona-Situation auf Migrantinnen und Migranten ein. So entsteht durch die Corona-Krise ein Mangel an Orten, an denen Integration stattfinden kann. Dazu kommt ihrer Meinung nach die Ungleichheit bei der Ausstattung für den digitalen Unterricht. Oft fehlen die Geräte oder ein Internetzugang. Außerdem braucht Integration Räume, so die Jugendlichen. Ihrer Ansicht nach gibt es jedoch immer noch zu wenig Räume für Jugendliche in der Innenstadt, obwohl die Schaffung von Räumen als Ziel im Leitbild 2020 der Stadt formuliert ist. Die Jugendbeauftragten fordern deshalb zu diesem Thema einen offiziellen Antrag aus den Reihen der Fraktionen des Gemeinderates.

Dazu muss man wissen: Die Jugenddelegation hat ein Rede- und Antragsrecht im Herrenberger Gemeinderat und ist gerade deshalb wichtiges Sprachrohr für Interessen der Jugend. Anders als die Projektgruppen, die sich gezielt für ein spezielles Anliegen treffen, setzt sich die Delegation für ganz unterschiedliche kommunalpolitische (Jugend-)Themen ein.

Wer bei der Jugenddelegation mitmachen will, wendet sich an Michael Wolfschläger vom Stadtjugendring, Telefon (01 59) 02 20 19 0.
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