Herrenberg: Renaturierung am Buchtaler Graben

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    Baubürgermeisterin Schreiber beim Baggerbiss Foto: Stadt Herrenberg

Artikel vom 25. September 2020 - 15:36

HERRENBERG (red). Schnurgerade: auf der einen Seite Ackerflächen, auf der anderen Seite ein asphaltierter Wirtschaftsweg. Es gibt es keine Böschung, erst recht keinen Gewässerrand. Weder in ästhetischer noch in ökologischer Hinsicht ist der Buchtaler Graben eine Augenweide. Das ändert sich.

Der Buchtaler Graben, der nördlich von Affstätt entspringt und in den Aischbach mündet, wird auf einem Abschnitt von 200 Metern für 250 000 Euro renaturiert. "Durch die naturnahe Umgestaltung erreichen wir nicht nur eine Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit, wir sichern gleichzeitig die Artenvielfalt in diesem Bereich. Wir werten damit auch den Erholungs- und Freizeitraum auf und das direkt vor den Toren der Stadt", hebt Baubürgermeisterin Susanne Schreiber die Vorteile der Maßnahme hervor. Zugleich entstehen Retentionsflächen, die dem Hochwasserschutz für das neue, nebenan liegende Vereinsgelände des Reit- und Fahrvereins dienen.

"Durch unterschiedliche Böschungsneigungen, Störsteine und Wurzelholz erhält das Gewässer die Möglichkeit, sich eigendynamisch zu entwickeln", betont Jürgen Baumer, Umweltbeauftragter der Stadt. Und die angrenzende Obstbaumwiese wird durch Hochstämme ergänzt. Spielt das Wetter mit, wird die Maßnahme noch im Herbst vollendet.