Herrenberg: Streuobst-Geschichten mit Gesichtern

Die Stadt Herrenberg stellt Porträts von Menschen aus, die Streuobstwiesen bewirtschaften.

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    Die Stadt wirbt mit Plakaten wie diesem für seine Obstbauern Foto: red

Artikel vom 06. August 2020 - 16:36

HERRENBERG (red). Ab Samstag, 8. August, sind in der Herrenberger Unterführung an der Volksbank Porträts von Engagierten und Informationen rund um das Thema "Streuobst" zu sehen. Die Aktion des Herrenberger Quartiermanagements ist gemeinsam mit der engagierten Gruppe "Streuobsterlebnis Herrenberg" entstanden. Das teilt die Stadt Herrenberg in einer Mitteilung mit.

Im Rahmen des Modellprojekts "Quartier 2020 - Gemeinsam. Gestalten." wurden Bürgerinnen und Bürger porträtiert, die die Streuobstwiesen bewirtschaften und sich für deren Erhalt engagieren. Schauplatz der Begegnung mit den Herrenbergerinnen und Herrenbergern ist an einem Ort, an dem jeder vorbeikommen kann: die Unterführung an der Volksbank. Dort findet man ab Samstag, 8. August, die Bürgerinnen und Bürger mit ihren Geschichten auf Plakaten. Was bewegt die Menschen dazu, die Kulturlandschaft der Streuobstwiesen zu pflegen und zu erhalten? Welche Produkte bieten sie an, wie stellen sie diese her und welchen Herausforderungen sehen sie sich gegenüber?

Aushänge zeigen, wie viel Arbeit hinter Apfelsaft und Co steckt

Die Aushänge zeigen, wie viel Arbeit beispielsweise hinter Apfelsaft, Likören, Ölen und Balsamico aus heimischer Erzeugung steckt. "Interviewt wurden die 15 Familien von unserem Praktikanten Moritz Schuker. Er hat versucht viele von ihnen aufzuspüren. Moritz Schuker hat auch tolle Vorschläge für die grafische Umsetzung eingebracht", so Quartiersmanagerin Ines Böttcher. Sie hat gemeinsam mit der Studentin Gina Sarnecki-Klink die Aktion "Gesichter.Geschichten.Geflüster." genannt. "Die Idee hinter dem Projekt ist es, Menschen mit besonderen Geschichten hervorzuheben und diese in der Altstadt zu zeigen", sagt die beiden Frauen aus dem Team Beteiligung und Engagement.

Die Hintergrundinformationen zur Streuobstkulturlandschaft und die Vorstellung der Erzeugnisse sind neben den persönlichen Geschichten ein wichtiger Bestandteil der Ausstellung. Dieser Teil wurde von der Gruppe "Streuobsterlebnis Herrenberg" konzipiert und die Schaukästen von den Engagierten gestaltet.

Die Bürgergruppe hat unter anderem auch die sechs Streuobsterlebniswege entwickelt und umgesetzt. Das fünfte Fenster informiert über diese sechs Erlebniswege, die über die Streuobstwiesen aller Herrenberger Teilorte führen. Man kann erfahren, wo die Wege verlaufen und welche Schwerpunkte sie haben. In einem weiteren Fenster zeigt der NABU Gärtringen-Herrenberg-Nufringen, wie besonders wertvoll die Streuobstwiesen in Zeiten des Artenschwundes für Insekten, Vögel und andere Tiere sind und wie deren Lebensraum durch Nisthilfen und andere Maßnahmen erhalten wird.

Stadtverwaltung stellt Schaufenster zur Verfügung

Bis zum Dezember stellt die Stadtverwaltung die fünf Schaufenster zur Verfügung, die auch zur Verschönerung von leerstehenden "Flecken" in der Altstadt beitragen sollen. Hier kann man das Streuobst beinahe mit allen Sinnen wahrnehmen. Das Amt für Wirtschaftsförderung und Kultur unterstützt die Aktion, denn die Streuobstwiesen Kulturlandschaft, in die Herrenberg eingebettet ist, hat nicht nur einen hohen Wert für die Naherholung. Das landschaftliche Potential und die regionale Produkterzeugung liegen voll im Trend von "Heimatgenuss und Naturerlebnis" des Tourismus, heißt es von Seiten der Stadt Herrenberg in der Mitteilung.

Das Projekt wird unterstützt durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg im Rahmen der Strategie "Quartier 2020 - Gemeinsam. Gestalten."

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