Arbeiten an der Freizeitanlage im Längenholz in Herrenberg gehen voran

Aus Übersee-Containern werden Chill-Ecken

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    Blick auf Grillstelle, Kleinspielfeld und Fläche, auf denen inzwischen Container stehen Foto: red

Artikel vom 19. März 2020 - 17:18

HERRENBERG (red). Mit dem Spatenstich Ende Juni 2019 fiel auch der offizielle Startschuss zum Bau der Freizeitanlage im Herrenberger Längenholz. Seitdem hat sich auf dem Gelände der Gäustadt einiges getan und nun steht auch der Termin für die Einweihung: Am Samstag, 4. Juli, um 11 Uhr wird die Freizeitanlage offiziell eröffnet.

Doch bis dahin müssen laut einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung noch einige Arbeitspakete gestemmt werden: So soll in den Osterferien die zweite Bauwoche für den Bikepark stattfinden.

Die erste Bauwoche hatte bereits in den Herbstferien 2019 stattgefunden. Damals entstand durch das ehrenamtliche Engagement von Jugendlichen der Pumptrack für Dirtbike- und Mountainbikefahrer. Unter fachmännischer Anleitung wurden zwischen den beiden Steilkurven einige Bodenwellen angelegt. Ziel ist es, den Rundkurs zu durchfahren, ohne zwischendurch in die Pedale treten zu müssen. Einzig durch Hochdrücken (englisch "pumping") des Körpers auf dem Rad soll dieses an Geschwindigkeit gewinnen.

Im Hortus-Garten ist die Bürgergruppe aktiv

Auch in direkter Nachbarschaft zum Bikepark wird eifrig gewerkelt, im "Hortus-Garten" ist mittlerweile die Bürgergruppe aktiv. Überschüssiger Oberboden aus dem Baufeld wurde für die Beete zur Verfügung gestellt, auch neue Pflanzbeete wurden damit gebaut. Eine Pflegevereinbarung wurde abgestimmt: Die Gruppe übernimmt unter anderem die naturschonende Bewirtschaftung der angrenzenden Streuobstwiesen mit den Vogelnistkästen. Diese wurden - ebenfalls durch die Bürgergruppe - als artenschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahme aufgehängt.

Am Rand des Gartens haben die Fachmänner vom Amt für Technik, Umwelt, Grün (TUG) damit begonnen, eine Trockenmauer zu errichten, die Amphibien und Reptilien, Insekten, Asseln und Spinnen einen Lebensraum bietet.

Außerdem wurden große Steine bewegt: Zwei Grillstellen sind entstanden, drum herum wurden Steinquader als Sitzsteine platziert. Zudem wurde das Kleinspielfeld angelegt, wurden Unterflurmülleimer angebracht, Wasser- und Stromleitungen für den WC-Container verlegt und die Spiel-Container auf die zuvor gegossenen Fundamente gesetzt.

"Dem milden Winter sei Dank, konnte im Februar mit den Schweißarbeiten an den Containern begonnen werden. Damit werden aus herkömmlichen Übersee-Containern nun attraktive und ganz individuelle Kletter- und Chill-Bereiche", schreibt die Stadt weiter.

Zwischendrin, und in enger Abstimmung mit den Arbeiten auf der Freizeitanlage, wurde der zweite Teilbereich des Gutleuthaustalgrabens renaturiert. Eine Maßnahme, die sich sowohl optisch wie auch ökologisch bemerkbar macht: Der Graben ist länger und breiter, verläuft nun mäandrierend und nicht mehr schnurgerade durch das Gelände der Freizeitanlage, das Wasser muss keine Rohrdurchlässe und keine Grabenquerungen mehr passieren.

Die Böschung des Gutleuthaustalgrabens ist bepflanzt

Zudem wurde der bisher direkt in den Gutleuthaustalgraben mündende Entlastungskanal aus dem Regenüberlaufbecken Längenholz zurück gebaut und ein Tos- und Absatzbecken angelegt.

Dieses garantiert, dass selbst nach stärkeren Regenfällen die Strömung im Graben nicht zu groß wird. Die Böschung des Grabens wurde schon mit Bäumen, Büschen und Sträuchern locker bepflanzt, weitere Pflanzarbeiten werden jetzt im Frühjahr 2020 folgen.

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