Nufringer Baugebiete außerhalb des Flächennutzungsplans

Aus drei mach eines

Artikel vom 10. Dezember 2019 - 15:24

NUFRINGEN (kru). Die erste formale Hürde für die vereinfachte und beschleunigte Wohnlandentwicklung nach Paragraf 13b des Baugesetzbuches hat der Gemeinderat in Nufringen am Montagabend genommen: Das Gremium fasste für drei ins Auge gefasste Areale jeweils einstimmig Aufstellungsbeschlüsse. Das beschleunigte Verfahren, mit dem auch Flächen außerhalb des Flächennutzungsplans als Bauland ausgewiesen werden können, ist nur noch bis Ende dieses Jahres möglich.

Wie die KRZ berichtete, hat die LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH sieben infrage kommende Flächen analysiert. Die drei Flächen, für die der Gemeinderat nun den Aufstellungsbeschluss gefasst und zeitgleich ein kommunales Vorkaufsrecht beschlossen hat, hatte das Gremium bereits im Mai nach Vorstellung der Untersuchung ausgewählt.

Letztendlich kann jedoch nur eines der drei Gebiete - "Kuppinger Weg" am südwestlichen Rand von Nufringen, "Hinterer Steig Süd" im Nord-Westen und "Landwuhlenäcker" in nördlicher Ortsrandlage - auf diesem Weg zum Baugebiet entwickelt werden. Der Grund dafür ist eine im Gesetz festgelegte Flächenbegrenzung, nach der die überbaubare Grundfläche auf maximal 10 000 Quadratmeter, also einen Hektar, begrenzt ist. Jedes dieser Gebiete kommt für sich an diesen Wert nahe heran.

Neben dieser Restriktion spielt weiter der Faktor Zeit und damit auch die Mitwirkungsbereitschaft der Grundstückseigentümer in den einzelnen Gebieten eine entscheidende Rolle: Spätestens zum Jahresende 2021 muss laut Gesetz der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren gefasst werden.

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