Ensinger ordnet Kurzarbeit an für das Spritzgusswerk in Ergenzingen

Absatz in der Automobilbranche sinkt - Nufringer Zentrale nicht von Sparmaßnahme betroffen

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Artikel vom 20. November 2019 - 17:06

NUFRINGEN/ERGENZINGEN (red). Der Kunststoffverarbeiter Ensinger teilt in einer Presseerklärung mit, dass zum 1. Dezember am Standort Rottenburg-Ergenzingen im Spritzgusswerk Kurzarbeit eingeführt wird.

Das Unternehmen mit Sitz in Nufringen legt wert auf die Feststellung, dass andere Standorte und Sparten nicht von den Maßnahmen betroffen sind. Mit dem Betriebsrat sei eine entsprechende Betriebsvereinbarung getroffen worden.

Ergenzingen ist der deutsche Entwicklungs- und Produktionsstandort der Unternehmenssparte Spritzguss. Die sinkende Nachfrage aus der Automobilproduktion, der wichtigsten Abnehmerbranche für Spritzgussteile aus Hochleistungskunststoffen, hat in diesem Jahr einen deutlichen Rückgang des Auftragsbestandes nach sich gezogen.

"Die Sicherung der Arbeitsplätze ist das wichtigste Ziel der Kurzarbeit in unserem Spritzgusswerk. Die Lieferfähigkeit dieser Sparte wird durch diese Maßnahme nicht beeinflusst", betont der Geschäftsführer Klaus Ensinger.

Die Ensinger-Gruppe beschäftigt sich mit der Entwicklung, Fertigung und dem Vertrieb von Compounds, Halbzeugen, Fertigteilen und Profilen aus technischen Kunststoffen. Zur Verarbeitung der thermoplastischen Hochleistungspolymere setzt Ensinger eine Vielzahl von Herstellungsverfahren ein wie Extrusion, mechanische Bearbeitung, Spritzguss, Formguss, Sintern und Pressen.

Mit insgesamt 2500 Mitarbeitern an 33 Standorten ist das Nufringer Familienunternehmen in allen wichtigen Industrieregionen weltweit mit Fertigungsstätten oder Vertriebsniederlassungen vertreten.