Gute Stimmung beim Konzert "Gospel in St. Veit" in Waldenbuch

Waldenbucher Uraufführung von "Praise him" beim Herbstprojekt von "Gospel in St. Veit"

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    Tausendsassa an den Tasten, als Chorleiter und Komponist: Alexander Pfeiffer Foto: red

Artikel vom 14. November 2019 - 18:30

WALDENBUCH (red). Mit insgesamt zwei Konzerten schloss der Gospelchor "Gospel in St. Veit" aus Waldenbuch am vergangenen Wochenende in der an beiden Abenden vollbesetzten Stadtkirche Sankt Veit sein Herbstprojekt "The Power of One" - "Die Kraft des Einzelnen" - ab. Und das Ergebnis konnte sich sehen lassen.

Alles war ein bisschen anders bei diesem Projekt des Gospelchores. Das Dirigieren übernahm Pianist Alexander Pfeiffer anstelle von Chorleiter Tom Dillenhöfer und statt der üblichen Weihnachtskonzerte präsentierten die gut 100 Sängerinnen und Sänger ein Herbstkonzert.

Im komplexen und sehr abwechslungsreichen Programm fanden sich unter anderem mehrere Gospelballaden des dänischen Songwriters Hans Christian Jochimsen und eine schnörkellose Version des Gospel-Klassikers "Amazing Grace", solistisch umrahmt von Uwe Schwab und der samtenen Stimme Edith Mönkemöllers.

Hoffnung auf Freiheit und Frieden

Höhepunkt des Programms war aber die Uraufführung des vielschichtigen Gospelsongs "Praise him", kraftvoll solistisch dargeboten von Birgit Glaser und eigens komponiert von Pianist und Dirigent Alexander Pfeiffer.

Alexander Pfeiffer komponierte zwei der Lieder, dirigierte, spielte abwechselnd auf zwei Klavieren, sang vor und führte nebenbei noch charmant und humorvoll durch die Konzertabende. "Da sage noch einer, Männer seien nicht multitaskingfähig", kommentierte Chorsängerin Martina Löhr diese Leistung.

Für Stimmung in den Kirchenbänken sorgten vor allem dynamische Lieder wie "Turn around" und der schnelle, rhythmische Song "All around", bei dem der Chor seinen Gesang mit einer kleinen Choreografie unterstütze. Sanfte Balladen wie der Titel "Friend" oder "All the Earth" unterstrichen, dass es im Gospel nicht nur um die Musik, sondern auch um die Texte geht, die oft von Hoffnung auf Freiheit und Frieden handeln.

Das passte zum geschichtsträchtigen Datum der Konzerttermine: Mit Blick auf das Jubiläum des Mauerfalls vor 30 Jahren erinnerten die Chormitglieder auch in diesem Sinne an die große Wirkung, die von einzelnen Menschen ausgehen kann.

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