Abendführung durch das Heimatmuseum Holzgerlingen

Veranstaltung findet erstmals am kommenden Donnerstag statt

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    Im Heimatmuseum zu entdecken gibt es längst aus der Mode gekommene, für unsere Altvorderen aber unverzichtbare Geräte: die Singer-Nähmaschine mit Pedalantrieb und das Fernsprechgerät anno 1899. Fotos: KRZ/Archiv

Artikel vom 12. November 2019 - 17:00

HOLZGERLINGEN (mmü). Erstmals wird im Holzgerlinger Heimatmuseum, Friedhofstraße 6, zu einer Abendführung durch die Dauerausstellungen eingeladen: an diesem Donnerstag um 19 Uhr.

Der Gang führt durch die vier Stockwerke des Museums, das abends einen besonderen Reiz entfaltet; die Museumsexkursion nimmt etwa eine Stunde in Anspruch. Los geht's im Erdgeschoss der Landwirtschaft in alten Zeiten, als noch Geräte wie das Erntemesser oder die Putzmühle zum Einsatz kamen und Transmissionsriemen die Maschinen angetrieben haben. Auch eine Geldkiste gibt es hier zu entdecken, die allerdings gar nicht so leicht zu öffnen ist.

Im ersten Obergeschoss stellen Hafner mit Sinnsprüchen verzierte Ofenwandplättchen her. Aber auch die Wagner, Schreiner, Sattler und Seiler - alles altehrwürdige Holzgerlinger Handwerke - gibt es zu entdecken. Das Licht kommt von der Schusterkugel - ziemlich diffus, spendet es nur an bestimmten Brennpunkten genügend Helligkeit, damit der Schuster seiner mühseligen Arbeit nachgehen kann.

Im zweiten Obergeschoss warten alte Telefonapparate, ein Schwarz-Weiß-Fernseher von 1954 und ein elektrischer Webstuhl, der einen Höllenlärm macht. Aber auch in die alte Schulbank darf man sich hier drücken - schließlich war das Museum einstmals ein Schulhaus - die älteren Holzgerlinger werden dies noch wissen. Nicht zuletzt wird ein Actionfilm zur Feuerwehr gezeigt.

Im Dachgeschoss gewährt König Heinrich II. eine Audienz. Nicht nur Waffen, mit denen Legionen des Varus besiegt worden sind, können hier entdeckt werden, sondern auch Schmuck, wie ihn die Germanin trug.

Das Eintritts-Billet kostet 2 Euro, zahlen müssen aber nur Erwachsne. Sofern das Angebot auf genügend Gegenliebe stößt, soll es zu einer Dauereinrichtung werden; ansonsten hat das Museum immer am ersten Sonntag im Monat geöffnet - und nach Voranmeldung für Gruppen zu vereinbarten Zeiten.

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