Beim Saisonabschluss allen Strapazen getrotzt

Naturfreunde Holzgerlingen-Altdorf reisen ins schweizerische Brambrüesch - Bunt gemischte Truppe zwischen acht und 80 Jahren

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    Ein bisschen Schnaufen gehört dazu: Die Naturfreunde auf alpiner Wanderschaft Foto: red

Artikel vom 21. Oktober 2019 - 18:30

HOLZGERLINGEN (red). Ihre gemeinsame Jahresabschluss-Tour führte die Naturfreunde Holzgerlingen-Altdorf in diesem Jahr nach Brambrüesch in der Schweiz.

Nicht ganz unproblematisch stellte sich die Anfahrt für die bunt gemischte Truppe im Alter zwischen acht und 80 Jahren dar, war doch die Zufahrtsstraße zum Naturfreundehaus in Brambrüesch, das auf knapp 1600 Metern Höhe südlich von Chur liegt, gesperrt. Der Wortlaut auf dem zugehörigen Hinweisschild bewies in gewisser Weise schweizerischen Humor: Eine Umfahrung gibt es nicht, die Straße ist aber in den nächsten Tagen wieder freigegeben. Über einen Schleichweg lotste schließlich der Hauswart die Reisegruppe zu ihrem Ziel.

Ganz schön schnaufen mussten die Naturfreunde anschließend bei ihrer Eingehtour auf die "Spundiköpfe", die - entgegen der Ankündigung der Reiseführer - nicht "relativ eben", sondern ziemlich steil bergauf ging. Doch der weite Ausblick über das Rheintal belohnte die Mühen. Ein wenig Geschick erforderte auch die Zubereitung der Mahlzeiten auf dem holzbefeuerten Ofen der Selbstversorgerhütte, die die drei Kochteams aber mit Bravour meisterten.

Weil der Wetterbericht nicht sonderlich ausfiel, machten sich zwei Gruppen am nächsten Tag frühzeitig auf den Weg in Richtung Furggabüel und Dreibündenstein auf 2158 Metern Höhe. Dieser erinnert an eine historische Gegebenheit aus dem 14. und 15. Jahrhundert, als sich drei Bünde zusammenschlossen, deren Gemarkungen dort zusammengestoßen sind. Eine Gruppe wanderte weiter zur Absturzstelle der "Lady Patricia", eines Bombers aus dem Zweiten Weltkrieg, die andere wollte das Fulhorn bezwingen. Nach einem idyllischen Pfad über eine weite mit Heidekraut und Heidelbeeren bestandene Hochebene wurde der Weg schmierig und war teilweise schneebedeckt. Weil die Gruppe immer wieder ins Rutschen kam und dunkle Wolken aufzogen, machten sich die Naturfreunde auf den Rückweg durch gelegentliche Graupelschauer.

Feiner Nieselregen begleitete die Naturfreunde am dritten Tag auf dem Weg zur Alpe Pradaschier auf 1750 Höhenmetern, wo eine Rast mit heißer Schokolade und Schweizer Rösti anstand. Auf der Rückfahrt besuchten einige Mitglieder der Truppe die Altstadt in Chur und das Naturfreundehaus in Radolfzell-Markelfingen. Jetzt werden die Wanderschuhe erstmal an den Nagel gehängt - bis zum Frühjahr.

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