Herrenberger Freibadsaison geht in die Verlängerung

Herrenberger Naturfreibad blickt erstmals auf eine fast störungsfreie Saison zurück

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    Nach einer nahezu störungsfreien Saison können im Naturfreibad Herrenberg noch bis zum 22. September Bahnen gezogen werden: Der Betrieb wird um eine Woche verlängert Foto: red

Artikel vom 11. September 2019 - 16:30

HERRENBERG (red). Gute Nachricht für alle Wasserratten: Wegen der guten spätsommerlichen Wetteraussichten legen die Stadtwerke noch eine Schippe drauf: Im Herrenberger Naturfreibad geht die Freiluft-Badesaison bis einschließlich Sonntag, 22. September. Bereits jetzt zieht die Betreiberin eine positive Bilanz der Saison 2019 - die erste Saison, die endlich einmal nahezu störungsfrei verlief.

Viel Lob, wenig Beschwerden, zufriedene Badegäste, ein engagiertes Team, stabile Technik und ein zuverlässiger Partner für den Kiosk, das sind für Stadtwerke-Chef Karsten Kühn die Hauptzutaten der erfolgreichen Sommersaison. "Die Besucherzahlen zeigen, dass unser Naturfreibad gerne angenommen wird. Das ist für uns der Ansporn, es weiterhin mit vollem Einsatz zu pflegen und das Angebot für unsere Gäste auf gutem Niveau zu halten", sagt Kühn.

Wer das chlorfreie Wasser unter freiem Himmel genießen will, hat dazu nächste Woche noch Gelegenheit, allerdings sind die Öffnungszeiten auf 11 bis 18 Uhr verkürzt.

Die Besucherrekorde aus dem Hochsommer werden jetzt wohl nicht mehr zu toppen sein: der 30. Juni war mit 3431 Besuchern der bestbesuchte Tag, sechs weitere Tage mit mehr als 2000 Gästen verzeichnet das Freibad in dieser Saison, die meisten davon im Juni.

Ganze 128 Tage dauert damit die Freibadsaison 2019, die am 18. Mai begonnen hat. 25 Personen waren in dieser Zeit fast rund um die Uhr damit beschäftigt, den Badespaß für die insgesamt rund 80 000 Gäste zu garantieren: Als Rettungsschwimmer, technische Hilfskräfte, Reinigungs- und Servicepersonal sowie an der Kasse haben sie vollen Einsatz gezeigt und unzählige Dienststunden geleistet. Unterstützt wurden sie von Rettungsschwimmer der DLRG, die den Sommer über in ihrer Freizeit mit rund 1000 bezahlten Wachstunden die ausgedehnten Öffnungszeiten mit ermöglichen.

"Jetzt haben sich alle einen Urlaub wohlverdient. Unsere Kräfte in den Bädern kommen nämlich nicht in den Genuss von ausgedehntem Sommerurlaub. Anschließend nutzen wir die Winterpause des Freibades zur Nachbereitung der Saison und erörtern an welchen Schrauben wir noch drehen können, um den Betrieb und die Abläufe zu verbessern. Allerdings haben wir nicht sehr viel Zeit hierfür - in der Regel starten die normalen Saisonvorbereitungen bereits im März", sagt der Stadtwerke-Chef.

Insgesamt blickt Kühn sehr zufrieden auf einen erfolgreichen Sommer zurück: Bis auf zwei Tage Anfang Juli gab es keine Betriebspausen, die Wasserqualität war auch an heißen Tagen mit Besucherrekorden einwandfrei, wie die engmaschigen Laboruntersuchungen ergeben haben. Kühn stellt fest: "Wir haben eine zuverlässige Anlage, die allerdings sehr sensibel ist. Reinigung und Pflege brauchen kontinuierlich sehr hohe Aufmerksamkeit und Intensität. Nicht zuletzt trägt das Verhalten der Badegäste entscheidend zur Wasserqualität bei."

Werden die Baderegeln missachtet - zum Beispiel Unterwäsche unter der Badekleidung getragen oder der klassische Windelunfall - kommt es schnell zu unerwünschter Bakterienkonzentration im Wasser, was wie der Enterokokken-Befund Anfang Juli zu Reinigungspausen und kurzfristigem Badestopp führen kann.

Doch vom Pfützenkeim, der den Herrenbergern in den ersten Betriebsjahren ordentlich Arger beschwert hat, blieb die Stadt nach dem erfolgreichen Austausch des Filters und Granulats in diesem Jahr verschont.

Als Herausforderung für die nächste Saison sieht Kühn den hohen Personalaufwand: "Das Naturfreibad braucht sehr viel Aufmerksamkeit, Pflege und Engagement. Wir werden uns immer fragen müssen: Bekommen wir genügend Kräfte, um das tolle Angebot aufrecht erhalten zu können?" Wegen der Personalknappheit gab es diesen Sommer zum Beispiel keine besonderen Events im Naturfreibad, aber das soll sich im kommenden Jahr ändern.

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