Jetzt geht's rund beim "Mitmachpark Mensch-Natur"

Erlebnislandschaft auf dem Freizeitgelände beim Herrenberger Naturfreibad soll im Frühsommer 2020 fertig sein

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Artikel vom 30. Juni 2019 - 18:42

Von Käthe Ruess

HERRENBERG. "Mitmachpark Mensch und Natur" - unter dieser Überschrift steht die Freizeitanlage, die neben dem Herrenberger Naturfreibad im Längenholz entsteht: Nach dem Spatenstich gehen die Arbeiten diese Woche richtig los. Bereits im Frühsommer 2020 soll die Erlebnislandschaft fertig sein.

Die Sport- und Freizeitangebote, für deren Bau ein Budget von 650 000 Euro bereitsteht, werden auf dem rund 1,6 Hektar großen Gelände in verschiedene Zonen aufgeteilt. Umgebaute Überseecontainer sind dabei ein wesentliches Gestaltungsmerkmal: Westlich des Gutleuthaustalgrabens wird ein "Chill-Container" mit Grillstellen die kommunikative Mitte bilden. Dort sollen auch ein Bouldercontainer, ein Kleinspielfeld und Slacklines zu sportlichen Aktivitäten einladen. Im östlichen Bereich soll neben einem Dirtbike-Parcours auch der naturnahe Garten "Hortus Herrenbergensis" sowie eine Yoga- und Spielwiese entstehen.

Dass dieser "Mitmachpark" seinen Namen auch wirklich verdient, unterstrich Herrenbergs Oberbürgermeister Thomas Sprißler beim Spatenstich, wobei er besondere die Jugendlichen der Gäustadt im Blick hatte. Ihnen machte er ein "Wahnsinnskompliment", sie hätten sich mit "Energie, Ausdauer und Beharrlichkeit" in den vergangenen zwei Jahren ins Projekt reingehängt. Obwohl die Wünsche und Ideen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im ersten Bauabschnitt im Mittelpunkt stehen, hätten diese den Fokus auch darauf gelegt, sich für nachfolgende Generationen stark zu machen.

Das Engagement der Jugendlichen endet nicht mit dem Abschluss der Planungen: Unter anderem möchte eine Gruppe mit Unterstützung durch das städtische Amt für Technik, Umwelt und Grün, die Dirtbike-Strecke und die Pumptrack in Eigenleistung modellieren. Dafür wird ausschließlich örtliches Bodenmaterial aus anderen Bereichen der Freizeitanlage Verwendung finden. Auch der Hortusgarten lebt vom Engagement der Einwohnerschaft: Engagierte haben sich hierfür in einem Bürgerprojekt zusammengeschlossen, wie die KRZ berichtete.

Unterstützt wird das Gesamtvorhaben vom Verband Region Stuttgart mit 260 000 Euro aus dessen Landschaftsparkprogramm, bei dem jährlich 1,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Von kleinen Renaturierungen über "Landmarken" wie den Schönbuchturm bis hin zur diesjährigen Remstal Gartenschau reichten die Projekte, die die Region seit 2005 aus diesem Topf kofinanziert habe, erläuterte Verbandsvorsitzender Thomas Bopp.

Nachdem klar war, dass die Region den Bau des Freizeitgeländes finanziell unterstützt, hatte der Technische Ausschuss bereits im Mai beschlossen, dass dieser Zuschuss nur anteilig in den ersten Bauabschnitt fließen soll. Das Gesamtbudget für die Anlage wurde daher auf 800 000 Euro angehoben. Die zusätzlichen 150 000 Euro sollen in eine Erweiterungsfläche im Osten des Gutleuthaustalgrabens fließen, bei dem dann die Zielgruppen Kinder und Familien im Fokus stehen werden. Die Stadtverwaltung geht für diesen Teilbereich von einem Zeitraum von zwei bis drei Jahren von der Planung bis zur Umsetzung aus.

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