Böblinger Lukas Rosengrün will Bürgermeister in Gäufelden werden

Erarbeitung eines Nachhaltigkeitskonzeptes

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    Lukas Rosengrün

Artikel vom 12. Juni 2019 - 14:06

GÄUFELDEN (red). Als sechster im Bunde hat am gestrigen Mittwoch der 34-jährige Böblinger Lukas Rosengrün seine Bewerbungsunterlagen für das Amt des Bürgermeisters in Gäufelden abgegeben. Gewählt wird am Sonntag, 14. Juli, Amtsinhaber Johannes Buchter geht in den Ruhestand. Offizielle Kandidatenvorstellung ist am 5. Juli.

Der Vater von Zwillingen lebt mit seiner Familie in Böblingen. Beruflich ist er beim baden-württembergischen Übertragungsnetzbetreiber im Bereich Großprojekte für die Beteiligung von Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit verantwortlich. "Dadurch kenne ich mich aus mit Themen wie Regional- und Bauleitplanung und habe Erfahrung im Umgang mit allen Verwaltungsebenen. Dazu bringe ich als Projektleiter Führungserfahrung mit und trage die Verantwortung für Termine, Kosten und Qualität meines Projektteams. Gleichzeitig vertrete ich als Betriebsrat die Interessen von über 700 Mitarbeitern und bin in viele Themen, welche die Verwaltung eines großen Unternehmens betreffen, eingebunden."

Rosengrün hat an der Uni Hohenheim (Nachwachsende Rohstoffe und Bioenergie) und an der Uni Koblenz-Landau (Energiemanagement) Masterabschlüsse erworben. Seine berufliche Karriere begann er bei einer regionalen Gesellschaft der EnBW im Bereich Projektentwicklung für erneuerbare Energien. Für die Stadt Böblingen sitzt er seit letztem Jahr im Aufsichtsrat der Böblinger Stadtwerke und der Fernwärme Transportgesellschaft, einem Zusammenschluss der Stadtwerke Böblingen und Sindelfingen. Rosengrün ist aktives Mitglied der SPD, will aber parteiunabhängig antreten.

In den nächsten Jahren könne viel für Gäufelden gestaltet werden, meint der Bewerber. Er wolle über die Kitagebühren diskutieren und favorisiere den Neubau von Mehrfamilienhäusern für Menschen jeden Alters in den Innerortslagen. Überfällig sei der barrierefreie Umbau des Bahnhofs. "Ich möchte Gäufelden zu einer innovativen Gemeinde machen." Das soll geschehen durch Kooperationen mit Universitäten, Unternehmen und der Nutzung von Fördermitteln. Zudem will er ein Nachhaltigkeitskonzept auf die Beine stellen. Für das fortzuschreibende Gemeindeentwicklungskonzept will er gemeinsam mit Bürgern eine Priorisierung von Projekten erarbeiten.