Übung macht Holzgerlinger Fahrrad-Meister

Richtiges Verhalten im Straßenverkehr: Projekttag verhilft Holzgerlinger Grundschülern zum sicheren Start in die Radelsaison

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    Vorfreude auf die Fahrradsaison: Im Rahmen des Projekttages "Wie verhalte ich mich im Straßenverkehr" frischen die Schüler der Berkenschule ihr Wissen mit Begeisterung auf Foto: red

Artikel vom 15. Mai 2019 - 17:00

HOLZGERLINGEN (red). Für Kinder ist Fahrradfahren Mobilität und bedeutet Freiheit und Unabhängigkeit von den Eltern. Auch die 150 Kinder der sechs vierten Klassen der Berkenschule in Holzgerlingen schwingen sich deshalb zur Radsaison voll begeistert in die Sättel. Doch wie kann da Radfahrern sicherer gemacht werden? Um diese zentrale Frage hat sich ein Projekttag gedreht.

In den ersten beiden Schuljahren werden die Kinder schrittweise ans Radfahren herangeführt, im 3. und 4. Schuljahr finden dann immer die Radfahrprüfungen statt. Durch das Fahrradtraining und die abschließende Prüfung lernen die Kinder Verantwortung für sich selbst und für andere Verkehrsteilnehmer zu übernehmen.

"Einige Kinder haben das Radfahren aber erst vor Kurzem und nur in der Schule gelernt. Für sie ist alles noch ganz frisch", berichtet Anna Treiber, Grundschullehrerin und Initiatorin des Projekttags. Der Tag wurde zusammen mit dem Elternbeirat, der freiwilligen Feuerwehr Holzgerlingen und dem Club Round Table 129 Böblingen / Sindelfingen organisiert. Worum geht es also? Die wichtigsten Lerninhalte werden rechtzeitig zum Saisonstart noch einmal wiederholt.

Für die Kinder war es ein abwechslungsreicher Vormittag: Nach einer theoretischen Wiederholung zum Aufbau des Fahrrads wurde der eigene Drahtesel auf seine Verkehrstüchtigkeit überprüft. Unterstützt wurden die Kinder und Lehrer dabei von Bernd Wanner, der jeden Mittwoch ehrenamtlich eine unentgeltliche Fahrradstation an der Schule organisiert und den Kindern bei Reparaturen mit Rat und Tat zur Seite steht.

Im Anschluss ging es auf dem eigenen, geprüften Fahrrad durch einen Hindernisparcours, bei dem die Geschicklichkeit und der sichere Umgang mit dem Fahrrad auf die Probe gestellt wurden.

Nach der großen Pause hieß das Thema dann "Raus aus dem toten Winkel". MIt einem großen Lkw auf dem Schulhof wurde die Gefahrensituation im Straßenverkehr nachgestellt. Jeder Schüler durfte auf dem Sitz des Lkw-Fahrers Platz nehmen und so die Perspektive aus dem Führerhaus kennen lernen. Und siehe da: Trotz Spiegeln ist kein Kind zu sehen, obwohl eine gesamte Schulklasse im toten Winkel des Lasters steht.

Ein besonderer Hingucker für die Kinder: Der Lkw war ein Löschzug der freiwilligen Feuerwehr Holzgerlingen. Feuerwehrmann Jens Weber stand den Kindern den ganzen Tag für jede begeisterte Frage zum roten Florian zur Verfügung.

Abgeschlossen wurde der Tag mit einem Verkehrszeichenquiz nach dem Vorbild der Fernsehshow "1, 2 oder 3". Die Fragen zu den wichtigsten Verkehrszeichen mussten die Kinder beantworten, indem sie nach dem Aufruf auf einem der drei mit den Antwortmöglichkeiten versehenen Felder stehen blieben. Am Ende wurde das beste Team mit viel Beifall belohnt.

So war der Tag eine abwechslungsreiche Mischung aus theoretischen und praktischen Übungen. Und beim Frühstücks- und Kuchenbuffet des Elternbeirats wurden schon Pläne für das nächste Jahr geschmiedet.

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