Im Museum der Alltagskultur Waldenbuch steht am Sonntag das Thema Mobilität im Mittelpunkt

Motorrad-Oldies, Filme und Vorträge

  • img

Artikel vom 14. Mai 2019 - 17:18

WALDENBUCH (red). Am Sonntag, 19. Mai, dem Internationalen Museumstag, stellt das Museum der Alltagskultur im Schloss Waldenbuch das Thema "Mobilität" in den Mittelpunkt. Ob Motorradfreak, Autofan, Verkehrskritiker oder Museumsfreund - für alle ist etwas geboten. Der Eintritt und alle Angebote sind kostenfrei.

Ab 11 Uhr werden im Außenbereich des Museums den ganzen Tag über historische Motorradgespanne gezeigt, die von Privatsammlern gepflegt und repariert werden. Auch ihre knatternden Motoren werden immer wieder zu hören sein. Bei der Führung um 14 Uhr durch die aktuelle Sonderausstellung "Dorfhochzeit" geht es ebenfalls um Fahrzeuge, denn auf vielen Fotos spielen Hochzeitsautos eine große Rolle. Die Wahl des richtigen Fahrzeugs wurde zu einem immer wichtigeren Bestandteil des Festes.

Um 16 Uhr geht es um den Verkehr in der Stadt. Der Dokumentarfilm "Kesselrollen" von 2017 zeigt am Beispiel Stuttgart, wie Alternativen zum Autoverkehr aussehen könnten. Verschiedene Fahrradinitiativen, Gewerbetreibende, aber auch Politiker äußern sich über den zunehmenden Verkehr in den Innenstädten. Museumsleiter Markus Speidel gibt eine Einführung.

Um 19 Uhr lädt das Museum zu einem Vortrag ein. Unter dem Titel "Vom Nutzen und Nachteil des Sammelns für das Museum" beschäftigt sich der Historiker und Sozialwissenschaftler Rainer Ohliger vom Netzwerk Migration in Europa mit der Frage, wie Museen in einer vielfältigen Gesellschaft sammeln können, sollten oder dürfen: Dabei geht es auch um die Frage, welche erinnerungskulturelle und -politische Dimension das Sammeln, Bewahren, Vernichten und Ausstellen von Dingen in Museen hat.

Staatssekretärin Petra Olschowski vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg wird den Vortrag mit einem Grußwort einleiten. Danach besteht die Möglichkeit zu kontroverser Diskussion.

Der Vortrag ist Auftakt einer nicht-öffentlichen internationalen Tagung am 20./21. Mai im Waldenbucher Museum, die sich unter dem Titel "GegenSammlungen" mit neuen Sammlungsstrategien für Museen mit alltagskulturellem Horizont beschäftigt.

Verwandte Artikel