Insektentankstelle für Zuhause

Kostenlos: Herrenberger Blühstreifen-Samentütchen

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    So sieht das Samentütchen, "Sonderedition Gültstein", aus Fotos: red

Artikel vom 22. April 2019 - 16:00

HERRENBERG (red). Wie schon im vergangenen Jahr verschenkt die Stadt Herrenberg erneut Samentütchen mit einer kunterbunten Blühmischung. Die Besonderheit in diesem Jahr: Mit der Neuauflage in einer Sonderedition gratuliert die Stadt dem Stadtteil Gültstein zu dessen 1250. Jubiläum und lädt zugleich zum großen Festwochenende vom 24. bis 27. Mai ein.

"Lass Gültstein blühen" lautet das Motto in diesem Jahr. Aber auch alle anderen Herrenberger sind dazu eingeladen, in ihrem Garten oder auf ihrem Balkon eine eigene, kleine "Insektentankstelle" anzulegen. Denn genau diese erwächst aus den Samentütchen, die jetzt wieder im Bürgeramt am Marktplatz, in der Volkshochschule und in der Stadtbibliothek zum Abholen ausliegen.

Die Aussaat ist denkbar einfach: Die Samen sollten im Mai in ein feinkrümeliges Beet gestreut, leicht angedrückt und ausreichend gewässert werden. Von Juni bis September blühen die heimischen Arten dann kräftig bunt - bis zu 80 Zentimeter hoch. Die Feldblumenmischung enthält Acker-Ringelblume, Kornblume, Wucherblume, Feld-Rittersporn, Klatschmohn, Lichtnelke und Stiefmütterchen.

Was durch die Samentütchen im Privaten entstehen kann, wächst auf den städtischen Brachflächen im Großen. In den Maiwochen legt das Amt für Technik, Umwelt, Grün (TUG) rund 8000 Quadratmeter Blumenwiesen an. Damit komme die Stadt ihrer "ökologischen Vorbildfunktion" nach, so Jürgen Baumer, der städtische Umweltbeauftragte: "Wer den Inhalt auf dem Balkon oder im Garten aussät, schafft eine Nahrungsquelle für Insekten und Schmetterlinge und leistet einen wichtigen Beitrag gegen das Insektensterben", betont Baumer.

Grundschüler pflanzen Baum zum Ortsjubiläum

Eine Kastanie zum 1250. Geburtstag von Gültstein haben inzwischen auch die Grundschüler ins Erdreich gesetzt. Mehr als zwei Meter hoch, über zwölf Jahre alt ist der Baum bereits, der nun hinter der Gültsteiner Grundschule wachsen darf. Bei dieser Kastanie handelt es sich um den "Gültsteiner Jubiläumsbaum".

84 Grundschüler griffen reihum zur Schaufel. Lehrer, Eltern und Ortsvorsteher Gerhard Kauffeldt begleiteten die Kinder dabei. Drei Mitarbeiter des Amts TUG unterstützten sie dabei tatkräftig.

In Rücksprache mit der Schulleitung hat sich Jürgen Baumer für eine rotblühende Kastanie entschieden. Damit geht der Wunsch der Schule nach einer Vielfalt unterschiedlicher Baumarten - die im Unterricht thematisiert werden können - in Erfüllung. Zudem wird der Baum später genug Spiel- und Bastelmaterial abwerfen für die Schüler. Und die Kastanie wird nachhaltig, also weit über das Jahr 2019 hinaus, an das 1250-jährige Ortsjubiläum des beschaulichen Herrenberger Teilorts erinnern.

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