Aktion des Herrenberger Spendensammlers Alex Efstathiou: Roman hat's geschafft

Knochenmarkstransplantation für leukämiekranken Jungen ist erfolgreich verlaufen

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    Mama Alexandra Papina (li.), Alex Efstathiou (Mitte) und Dolmetscherin Galina (rechts) freuen sich, dass es Roman endlich besser geht. Foto: red

Artikel vom 15. Februar 2019 - 15:30

Von Sandra Schumacher

HERRENBERG. Rundum gute Nachrichten aus der Freiburger Kinderkrebsklinik für den Herrenberger Spendensammler Alex Efstathiou: Der fünfjährige Roman Papin aus Weißrussland, der an einer seltenen Form der Leukämie erkrankt war, ist über den Berg und kann voraussichtlich in zwei Wochen zurück nach Hause fliegen. "Er hat die Klinik verlassen, hat keine Schläuche mehr im Körper und wartet jetzt in einer Wohnung in Freiburg auf seine abschließende Untersuchung", erzählt Alex, der es sich nicht nehmen ließ, den Spenden-Scheck über insgesamt 108 000 Euro persönlich zu überbringen.

Insgesamt 340 000 Euro hatte die Knochenmarkstransplantation gekostet. Für Roman war es schon die zweite Behandlung, da sein Körper das erste Spendermark abgewehrt hatte. 100 000 Euro fehlten der Familie für die lebensrettende zweite Operation, deswegen startete Alex im Juni eine Spendenaktion, bei der sogar 108 000 Euro für den kleinen Jungen zusammenkamen. Das übrige Geld, das nicht zur Kostendeckung für die Operation benötigt wird, verbleibt nun auf dem Konto des Jungen für die anstehenden Nachsorgeuntersuchungen, für die die Familie nochmals nach Deutschland zurückkehren wird. "Für die Flugkosten kommt der Arbeitgeber des Vaters auf, die Untersuchungen übernehme ich", erklärt Alex, der davon ausgeht, dass die übrigen 8000 Euro - vorausgesetzt Romans Zustand verschlechtert sich nicht - dafür ausreichen.

"Es ist gibt nichts Schöneres, als wenn jemand, den die Ärzte eigentlich schon abgeschrieben hatten, wieder fit ist", freut sich Alex. Weil die Familie nicht krankenversichert war, hatten die russischen Ärzte Roman lediglich mit einer Chemotherapie behandelt. Seine Überlebenschance lag dabei bei 30 Prozent. Die Knochenmarkstransplantation in Deutschland erhöhte sie auf 50 Prozent mit Aussicht auf eine vollständige Heilung. "Wenn alles so bleibt wie es ist, ist Roman wieder komplett gesund", sagt Alex. "Alles hat super geklappt." Einen Wermutstropfen gibt es aber doch. "Wenn Roman fremden Leuten begegnet, hat er Angst, dass sie ihn wieder zurück in die Klinik bringen", hat Alex festgestellt, der mit dem Gesamtergebnis dennoch zufrieden ist.

"Ich bin begeistert von der Unterstützung der Menschen", fügt der kleine Grieche mit dem großen Herzen hinzu. Daran gezweifelt, dass er das benötigte Geld auftreiben würde, hatte er indes nicht. "Jede Spendenaktion ist natürlich eine Glückssache, aber dass wir das Geld so schnell zusammen bekommen würden, hätte ich nicht gedacht."

Die Spendenaktion für Roman ist damit beendet. Es bleibt zu hoffen, dass der kleine Junge nun auf keine weiteren Hilfen angewiesen sein wird.

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