Hauptversammlung bei der Freiwilligen Feuerwehr Waldenbuch

Max Weinhardt und Markus Nagel übernehmen für Klaus Rein und Simon Schmid

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    Albert Kayser (Mitte) bleibt Kommandant der Waldenbucher Floriansjünger - ihm als neue Stellvertreter zur Seite stehen Max Weinhardt (links) und Markus Nagel (rechts) Foto: red

Artikel vom 11. Februar 2019 - 17:00

WALDENBUCH (red). Albert Kayser bleibt Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr in Waldenbuch. Bei der Jahreshauptversammlung am Samstagabend schenkten ihm die Mitglieder erneut das Vertrauen. Für seinen bisherigen Stellvertreter Klaus Rein rückt Max Weinhardt nach, den Posten des zweiten Stellvertreters übernimmt Markus Nagel von Simon Schmid. Michael Fricke bleibt Schriftführer, Rico Schott sein Stellvertreter. Die frei gewordenen Sitze im Ausschuss bekleiden nun Simon Schmid, Alexander Landenberger und Benjamin Sahm.

Insgesamt rückten die Waldenbucher Floriansjünger 2018 zu 96 Einsätzen aus, bei denen 1380 Einsatzstunden anfielen, so Kayser in seinem Bericht. Diese verteilten sich auf die Schultern von 68 Angehörigen der Einsatzabteilung und einem "Tagausrücker", der in Waldenbuch arbeitet und in der Feuerwehr Aichtal zu Hause ist. Darüber hinaus verbuchten die Aktiven der Einsatzabteilung sowie die Funktionsträger weitere 6370 Arbeitsstunden. Auch außerhalb des Betriebsablaufs seien die Kameraden häufig präsent gewesen, beispielsweise bei der Hauptübung am Baufachmarkt in der Alfred-Ritter-Straße. An vielen Veranstaltungen seien sie zudem beteiligt gewesen oder hätten sie selbst durchgeführt, zum Beispiel den Tag der offenen Tür, die Maiwanderung, einen Ausflug nach Heidelberg, das Sommerferienprogramm, einen Nachmittag für Menschen mit Behinderung oder die Besuche der Schüler der Oskar-Schwenk-Schule und der verschiedenen Kindergärten im Feuerwehrhaus.

Zudem ging im November das neue Löschfahrzeug in Betrieb, erklärte Kayser, der der Stadt für die Instandsetzungsarbeiten am Feuerwehr-Magazin sowie am Fuhrpark dankte. Auch künftig stehe bei der Wehr einiges an. Beispielsweise der Wechsel auf ein digitales Funksystem und die Anschaffung einer Sirene mit Durchsagemöglichkeit für die Schokoladenstadt.

In gewohnt launiger Form berichteten Robert Klein und Walter Keck von der Arbeit der "umtriebigen Altersabteilung". Mirijam Meier, Leiterin der Jugendfeuerwehr, gab einen Einblick über die Nachwuchsabteilung, die derzeit 15 Mitglieder zählt. Zu den Erfolgen zählten unter anderem der vierte Platz beim Jugendfeuerwehr-Pokalwettbewerb in Mötzingen sowie die gelungene interkommunale Zusammenarbeit bei der Hauptübung der Jugendfeuerwehren und Jugend-Rotkreuzeinheiten der Schönbuchlichtung an der Oskar-Schwenk-Schule.

Waldenbuchs Bürgermeister Michael Lutz verwies auf die vorbildliche Zusammenarbeit der Jugendfeuerwehren sowie der verschiedenen Blaulichtorganisation. In den vergangenen fünf Jahren habe man die Grundlagen und Strukturen für die gute Arbeit bei der Waldenbucher Wehr gelegt. Durch die Beschaffung der Drehleiter könne die Ortsbebauung höher ausfallen, Platz für Wohnen und Arbeiten geschaffen und ein "Wir-Gefühl" in der Stadt und in der Feuerwehr verstärkt werden. "Aber was bringt eine gute Infrastruktur ohne die Menschen, die sich im Ehrenamt engagieren?", stellte Lutz die große Bedeutung des persönlichen Einsatzes der Kameraden heraus. "Mit Herzblut und Engagement wird diese Wehr geführt und die Bilanz nach fünf Jahren ist beachtlich." Die Verjüngung in der Leiterschaft sei ein Zeichen von Führungsstärke und Weitblick, trotzdem ging sein Dank auch an die scheidenden stellvertretenden Kommandanten Klaus Rein und Simon Schmid, verbunden mit der Bitte, ihr Wissen weiterhin in der Wehr weiterzugeben.

Interkommunale Zusammenarbeit funktioniert

Rainer Just, stellvertretender Kreisbrandmeister aus Sindelfingen, merkte an, dass die Waldenbucher Wehr stolz auf ihre Leistungsbilanz sowie auf ihren Teamgeist sein könne. Auch freue es ihn sehr, dass die Einsatzkräfte-Nachsorge in Waldenbuch einen festen Ankerpunkt hat. Für den Vereinsring zollte Manfred Ruckh den Kameraden seinen Respekt. Es seien die Faktoren Mensch und Freiwilligkeit, ohne die auch die beste Technik nichts bringe.

Das Grußwort für die "Blaulicht-Organisationen" kam von Stefan Turata, Kommandant der Steinenbronner Wehr. Er beglückwünschte das neue Führungstrio und dankte den bisherigen Stellvertretern für die Zusammenarbeit. "Wir haben vieles zusammen erlebt im letzten Jahr, bis hin zu Todesfällen in Einsätzen", so Turata. Da sei es gut, verlässliche Kameraden, auch vom Einsatzkräfte-Nachsorgeteam, an der Seite zu wissen.

 

Neu in die Waldenbucher Wehr aufgenommen wurden Viki Matheja und Tim Robotka. Befördert wurden Sandra Balling (Feuerwehrfrau), Jan Ottmüller (Feuerwehrmann), Jürgen Schmid und Christian Schneider (Oberfeuerwehrmänner), Heike Fichtner (Hauptfeuerwehrfrau), Dominik Lohr, Daniel Ottmüller (Hauptfeuerwehrmänner), Rico Schott (Löschmeister), Alexander Landenberger und Max Weinhardt (Oberlöschmeister), Christoph Adam (Brandmeister), Albert Kayser (Hauptbrandmeister).
Klaus Rein erhielt für „häufigste Einsatzteilnahme“ ein kleines Präsent und Marcel Dewenter für die häufigsten Besuche im Hallenbad die „Feuerwehr-Ente“. Für 15 Jahre aktive Mitgliedschaft wurden Christoph Adam, Karsten Domann, Markus Nagel und Sebastian Piontek ausgezeichnet und erhielten das neu geschaffene Feuerwehr-Ehrenzeichen Baden-Württemberg in Bronze. Seit 25 Jahren ist Norbert Kling aktiv dabei. Er erhielt das Feuerwehr-Ehrenzeichen Baden-Württemberg in Silber.

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