Harmonisches Miteinander in Holzgerlingen

Haushalt 2019 verabschiedet

Artikel vom 19. Dezember 2018 - 16:12

HOLZGERLINGEN (dih). Lob, Worte des Danks und der Anerkennung sowie eine allgemeine Grundzufriedenheit haben am Dienstagabend im Holzgerlinger Gemeinderat die Verabschiedung des Haushalts 2019 geprägt: Einhellig stimmten die Räte dem ihnen vorgelegten 237 Seiten starken Zahlenwerk zu.

"Zusammen mit Zuweisungen, Zuschüssen und Umlagen kommt es zu einem Haushaltsvolumen von fast 35 Millionen Euro. Eine stolze Summe", meinte Eberhard Binder (Freie Wähler). Positiv bewertete er, dass in den Erhalt und in die Modernisierung von städtischen Einrichtungen investiert werde, dass die Stabstellen für bürgerschaftliches Engagement und für Bildung und Betreuung besetzt werden - und die Sozialarbeit ausgebaut werde. Einwand hierzu: Mit großem Augenmerk werde man die Entwicklungen verfolgen, merkte Binder an. Und fragte: "Wie viel Engagement ist sinnvoll und letztendlich auch bezahlbar?"

Walter Hahn (BNU) sprach von einem "Haushalt, der deutlich die Konsolidierung widerspiegelt." Lobende Worte fand er, dass als Ausgleich für Dörnach-West 26 Sozialwohnungen in der Schönaicher Straße entstehen und im Neubaugebiet selbst Wohnungen mit vergünstigtem Mietpreis gebaut werden sollen. Im Hinblick auf die Mobilitätskonzeption, die 2019 erstellt werden soll, regte er an, zu prüfen, die Geschwindigkeit in der Böblinger Straße auf 20 Stundenkilometer zu begrenzen - und zu evaluieren, wie schnell in den Tempo-30-Zonen der Stadt wirklich gefahren wird.

Ins allgemeine Lob für die Pläne der Verwaltung stimmte Waltraud Frasch (SPD) mit ein. Dazu regte sie an, die Kindergartengebühren sozial gerecht nach Einkommen der Eltern zu gestalten, forderte dazu auf, bei Unternehmen nachzufragen, ob diese in Zeiten knappen Wohnraums nicht Wohnungen für Mitarbeiter bauen könnten. Und beantragte für den Erhalt von Streuobstwiesen eine finanzielle Unterstützung für deren Betreiber.

Harald Dieterle (CDU) zeigte sich erfreut, dass es in Holzgerlingen keinen Zuwachs in der Kriminalstatistik gibt, lobte das Engagement der Stadt in Sachen Ausbau der Digitalisierung, das Zusammenspiel mit dem Jugendgemeinderat und rief ob des demografischen Wandels dazu auf, "weiterhin die Infrastruktur für Alters- und Seniorenbetreuung zur Verfügung zu stellen und den Bedarf zu beobachten".

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