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Platz machen für große Fahrzeuge

Stadt Herrenberg fordert dazu auf, Bäume und Sträucher entlang von Straßen sowie Geh-, Rad- und Feldwegen zurückzuschneiden

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    Anlieger von Straßen und Feldwegen sowie Geh- und Radwegen sind aufgerufen, den Bewuchs so zurückzuschneiden, so dass große Fahrzeuge problemlos durchkommen Foto: red

Artikel vom 13. September 2018 - 15:36

HERRENBERG (red). Nachdem es insbesondere in Kayh und Mönchberg diesen Sommer bereits erhebliche Probleme und Beschwerden gegeben hat, bittet die Stadtverwaltung Herrenberg alle Anlieger von Feldwegen, aber auch von Straßen und Gehwegen, ihre Bäume und Sträucher so zurückzuschneiden, dass die Wege und Straßen ungehindert genutzt werden können.

Dass Straßen und Wege seitlich von Hindernissen - und dazu kann auch Bewuchs von Bäumen oder Sträuchern gehören - freigehalten werden müssen, leuchte laut Pressemitteiung der Stadt jedem ein. "Offenbar ist aber nicht allen klar, dass auch über den Straßen und Feldwegen das sogenannte Lichtraumprofil über der Fahrbahn freigehalten werden muss", erklärt Dieter Bäuerle, Leiter des Ordnungs- und Standesamts. Das Lichtraumprofil beträgt 4,50 Meter lichter Höhe über Straßen und Feldwegen. Dieser Platz ist nötig, damit auch größere land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge auf den Feldwegen fahren können, ohne dass dabei die Fahrzeuge oder Anhänger beschädigt werden. Auf den Straßen muss auch gewährleistet sein, dass die Müllabfuhr und in Notfällen die Rettungskräfte ungehindert fahren können.

Über Gehwegen beträgt das Lichtraumprofil 2,30 Meter, über Radwegen 2,50 Meter. Das heißt, dass der Luftraum über diesen Wegen bis auf diese Höhen von Bewuchs freigehalten werden muss. Durch den starken Obstbehang an vielen Bäumen in diesem Jahr hängen die Äste häufig tiefer als sonst und es kann besonders zu Beeinträchtigungen kommen. "Hier kann es auch schon helfen, diese herunterhängenden Äste als erste abzuernten", schlägt Bäuerle vor.

"Alle Eigentümer und Besitzer, das sind Pächter oder Mieter von Grundstücken, die an öffentliche Verkehrsflächen, gerade auch an Feldwege, angrenzen, haben Bäume, Hecken, Sträucher und sonstigen Bewuchs so anzupflanzen und zu pflegen, dass die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs nicht beeinträchtig wird", erklärt Bäuerle weiter. Somit sind die Grundstückseigentümer und auch die Besitzer der Grundstücke insoweit auch verkehrssicherungspflichtig. Das bedeutet, dass sie für Unfälle und Schäden, die durch den Überwuchs ihrer Bäume, Hecken oder Sträucher entstanden sind, haften und damit auch schadensersatzpflichtig sind. "Es liegt deshalb im allseitigen Interesse, dass das notwendige Lichtraumprofil von 4,50 Metern Höhe über der Fahrbahn und Feldwegen; von 2,30 Metern über Gehwegen und von 2,50 Metern über Radwegen freigehalten und die Anpflanzungen bei Bedarf zurückgeschnitten werden", fasst Bäuerle zusammen.

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